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8. Mai 2006, 00:00
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Alexandra Merz verlässt Scope

Analystin und Geschäftsführerin Alexandra Merz hat die Berliner Ratingagentur Scope mit sofortiger Wirkung verlassen. Scope teilte mit, Merz, die unter anderem für das Rating offener Immobilienfonds verantwortlich war, verlasse das Unternehmen ?auf eigenen Wunsch in beiderseitigem Einvernehmen?.

Gleichzeitig kündigte die Agentur eine Umorganisation an: Die Analysebereiche offene Immobilienfonds, Wertpapierfonds, geschlossene Fonds und Zertifikate werden ab sofort in der Scope Analysis GmbH unter der Leitung von Frank Heimsaat zusammengefasst. Ziel sei, Ratingsystematik und Außendarstellung über alle Assetklassen zu vereinheitlichen.

Gegenüber cash-online nennt Merz diese Umstrukturierung als Grund für ihr Ausscheiden: ?Ich habe mich in dieser neuen Organisationsform nicht wiedergefunden?, erklärt sie. Zwar sei ihr angeboten worden, in die Geschäftsführung der neuen Untergesellschaft einzutreten, jedoch hätte sie dann auch die Bereiche geschlossene Fonds und Zertifikate mitverantworten müssen: ?Ich möchte nicht für Themen verantwortlich zeichnen, bei denen ich nicht über ausreichende Expertise verfüge?, begründet sie ihre Ablehnung. Mit der Verkaufsempfehlung für zwei KanAm-Fonds, mit der Merz Anfang des Jahres in die Kritik geriet, habe die Trennung dagegen nichts zu tun.

Merz war seit rund zwei Jahren für Scope tätig. Zuvor war sie seit 1998 Analystin bei Moody?s und dort ab 2002 zuständig für das Rating deutscher offener Immobilienfonds. Nach einem Zerwürfnis mit Moody?s wechselte sie zu Scope. Merz war im Januar diesen Jahres in die Kritik geraten, als Scope eine Verkaufsempfehlung für zwei offene Immobilienfonds des Anbieters KanAm aussprach, die zu panikartigen Verkaufsorders der Anleger und zur Schließung der beiden Fonds für fast drei Monate führte.

Ihre Zukunft sieht Merz auch künftig in der Branche: “Ich werde weiterhin im Ratingbereich tätig sein und der Branche der offenen Immobilienfonds verbunden bleiben”, sagt sie gegenüber cash-online. Konkretere Angaben könne sie derzeit noch nicht machen.

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