Demografie: Spaltung setzt sich fort

Die aktuelle Raumordnungsprognose des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) bis zum Jahr 2020 warnt vor einer zunehmend uneinheitlichen Bevölkerungsentwick-lung in Deutschland. Demnach steht einer immer kleiner werdenden Gruppe von Regionen mit Wachstum eine immer größere Anzahl von solchen mit Schrumpfungstendenzen gegenüber. Obwohl tendenziell noch ein Ost-West-Gefälle festzustellen sei, ist dies laut BBR längst ein gesamtdeutsches Phänomen.

Vom Ruhrgebiet in Richtung Osten erstrecke sich ein breiter keilförmiger Korridor, in dem vermehrt Gemeinden mit abnehmender Bevölkerung liegen. Nordhessen, das südöstliche Niedersachsen und Teile Frankens sowie große Teile der ostdeutschen Bundesländer gehörten zu den Schrumpfregionen. In Ostdeutschland sei allenfalls in suburbanen Regionen um Berlin, Leipzig, Dresden, Halle oder Rostock mit Bevölkerungszunahme zu rechnen.

Auch die bisher ausgedehnten Wachstumsregionen des Westens ziehen sich zurück auf ihre Kerne. Als größere, zusammenhängende Gebiete verbleiben laut BBR die Räume um München, Hamburg und Bremen, die Rheinschiene von Düsseldorf bis in die Oberrheinische Tiefebene und zum mittleren Neckar, der südliche Schwarzwald und das Bodenseegebiet.

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