Sachsen-Anhalt: Trendwende in Sicht?

2005 wurden in Sachsen-Anhalt laut Grundstücksmarktbericht erstmals nach sieben Jahren wieder mehr Umsätze bei Immobilienverkäufen erzielt als in den Vorjahren. Danach wechselten im vergangenen Jahr exakt 28.701 Immobilien im Gesamtwert von 1,58 Milliarden Euro den Besitzer.

Die tragende Säule des Immobilienmarktes bleibt nach Angaben des Berichts weiterhin der Eigenheimbau. Insgesamt seien 2.000 Bauplätze für das private Eigenheim gekauft worden. Am teuersten waren die Grundstücke in Großstädten mit durchschnittlich 86 Euro pro Quadratmeter, am günstigsten in Dörfern mit 39 Euro pro Quadratmeter.

Diametral zum Immobilienmarkt stehen allerdings die Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung: Laut aktueller Studie des Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung wird die Einwohnerzahl zum Jahr 2020 nochmals von 2,494 Millionen auf 2,167 Millionen sinken. Angesichts dieser düsteren Prognose „müssten zahlreiche Kommunen und Kreise zusammengelegt und Sachsen-Anhalt als Land aufgegeben werden“, wird Institutsleiter Hans Fleisch in der „Mitteldeutsche Zeitung“ zitiert.

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