HVB verkauft offene Immobilienfonds

Die Münchener HypoVereinsbank (HVB) will sich aus dem Geschäft mit offenen Immobilienfonds verabschieden. Dazu will sie 75 Prozent ihrer Tochtergesellschaft iii investments sowie 70 Prozent der Anteile der beiden offenen Immobilienfonds Euro ImmoProfil und Inter ImmoProfil verkaufen. Das Geldinstitut erhofft sich einen Verkaufserlös von rund 2,5 Milliarden Euro. Nach Medienberichten prüfen derzeit mehrere Interessenten das Angebot, darunter der italienische Konzern Pirelli und Morgan Stanley Real Estate Funds sowie die Finanzinvestoren Whitehall und Fortress.

Die Gesellschaft iii-investments hatte im Jahr 1958 unter dem Namen Internationales Immobilien-Institut den ersten offenen Immobilienfonds in Deutschland, den iii-Fonds Nr. 1, aufgelegt. Er wurde im Jahr 2005 zusammen mit dem früheren iii-Fonds Nr. 2 zum Euro ImmoProfil zusammen-gelegt. Zudem übernahm die HVB für rund 500 Millionen Euro Problemimmobilien aus dem Fonds.

Bisher haben die Sanierungsbemühungen jedoch wenig gefruchtet: Im Jahr 2006 musste der zu 94 Prozent in Deutschland investierte Euro ImmoProfil eine Negativ-performance von minus 0,04 Prozent hinnehmen. Der zweite Fonds Euro ImmoProfil erreichte einen Wertzuwachs von 2,8 Prozent. Erst vor rund drei Wochen hatte iii investments für rund 420 Millionen Euro einen Immobilienspezialfonds an den US-Investor GE Real Estate veräußert.

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