IVG und TAG liebäugeln mit REITs

Während die Bonner IVG Immobilien AG derzeit die Einbringung ihrer deutschen Büroimmobilien in einen REIT (Real Estate Investment Trust) überprüft, ist die wesentlich kleinere TAG Tegernsee Immobilien bereits einen Schritt weiter gegangen.

Büroobjekte im Wert von 1,5 Milliarden Euro würden auf eine Umwandlung hin überprüft, sagte der IVG-Vorstandsvorsitzende Wolfhard Leichnitz auf der Bilanzpressekonferenz am Montag. Die Auflage einzelner REITs sei ?sehr wahrscheinlich?, die Umwandlung der gesamten IVG dagegen ?eher nicht zu erwarten?. Mit einer Entscheidung sei nicht vor dem Sommer zu rechnen.

Zudem veröffentlichte die IVG ihre Ergebnisse für 2006: Das Konzernergebnis nach Steuern liegt bei 149,2 Millionen Euro ? ein Anstieg von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr (110,1 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie stieg etwas stärker um 45 Prozent und beläuft sich auf 1,20 Euro. An ihre Aktionäre will die IVG 50 Cent je Aktie ausschütten, im Vorjahr waren es noch 38 Cent. Im laufenden Jahr will sich die Gesellschaft von allen Aktivitäten außerhalb der Kerngeschäftsfelder Büroimmobilien und Tanklager (Kavernen) trennen.

In puncto REIT wagt sich die TAG Tegernsee Immobilien und Beteiligungs AG bereits weiter vor: Im dritten Quartal 2007 will die Gesellschaft eine Gewerbeimmobilientochter als steuerbegünstigte Aktiengesellschaft an die Börse bringen. Bis dahin will TAG ihr Gewerbeimmobilienportfolio von aktuell 160 Millionen Euro auf 300 Millionen Euro beinahe verdoppeln.

Das vergangene Jahr schloss die im S-Dax notierte TAG nach 35,5 Millionen Verlust im Vorjahr mit einem Konzerngewinn von 2,8 Millionen Euro ab. Das Immobilienvermögen stieg von 374 Millionen Euro auf 516 Millionen, da weniger Grundstücke verkauft wurden. Die Gesellschaft soll somit als Bestandshalter positioniert werden.

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