King Sturge startet Immobilienindex

Das Beratungsunternehmen King Sturge mit Sitz in Frankfurt/Main und Berlin hat in Kooperation mit der BulwienGesa AG, Berlin, einen neuen Immobilienkonjunktur-Index für den deutschen Markt entwickelt.

Als Vorlage für den Indikator, der von nun an monatlich veröffentlicht wird und den gesamten Immobiliensektor widerspiegeln soll, dienen etablierte Konjunkturbarometer wie der ifo-Geschäftsklimaindex oder der ZEW-Konjunkturerwartungsindex. Genau wie diese erfasst der King-Sturge-Index, der vom Immobilien-Forschungsinstitut BulwienGesa berechnet wird, sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen der Branche. Dies sei für den hiesigen Immobilienbereich bislang einzigartig, erklärt Sascha Hettrich, Managing Partner von King Sturge Deutschland.

Zur Ermittlung der aktuellen Lage (Immobilienkonjunktur) fließen makroökonomische Daten wie Dax, ifo-Index, Basiszinsen und der Deutsche Immobilienaktienindex Dimax in die Berechung ein. Diese Kurve weist ? beeinflusst durch die negative Entwicklung des Dimax ? bereits seit Anfang 2007 nach unten. Unter Berücksichtigung der zahlreichen Transaktionen bis Mitte 2007 sei der frühe Turnaround jedoch überraschend, so King Sturge.

Um die Erwartungen der Branche (Immobilienklima) für die kommenden sechs Monate zu erfassen, werden monatlich rund 1.000 Immobilienunternehmen befragt. Die Ergebnisse der ersten Umfrage, die erst nach dem ?schwarzen Montag? im Januar durchgeführt wurde, sind verhalten optimistisch: Das Immobilienklima, das sich aus den Kenngrößen Ertrags- und Investmentklima zusammensetzt, erreicht 110,1 Basispunkte. Mit 130,7 Punkten schätzen die Unternehmen das Ertragsklima als sehr positiv ein und erwarten demnach eine anhaltende Mietsteigerung. Das Investmentklima erreicht dagegen nur 90,9 Punkte. Die Mehrheit der Befragten rechne demnach mit abklingender Nachfrage und sinkenden Kaufpreisen. (hi)

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