US-Wohnungsbau: Talsohle durchschritten?

Nach Ansicht der Deka Bank, Frankfurt, neigt sich die Wohnungsbaurezession in den USA im Laufe des zweiten Halbjahres 2008 ihrem Ende entgegen.

Die Abwärtsdynamik habe seit diesem Frühjahr unverkennbar an Geschwindigkeit verloren. Die wichtigen Bauindikatoren Neubaubeginne, Baugenehmigungen, Neubauverkäufe und Verkäufe bereits bestehender Häuser weisen laut Deka Bank bereits jetzt auf eine Seitwärtsbewegung hin. Dies sei mit einer stagnierenden Bautätigkeit, also dem Ende der Rezession, gleichzusetzen. Somit könnte der Tiefpunkt für die Wohnungsbauaktivität mittlerweile durchschritten sein. Seit Beginn der Krise in 2006 sind die Wohnungsbauinvestitionen um rund 40 Prozent zurückgegangen.

Gleichwohl bedeute das aktuell vorherrschende Überangebot an Wohneigentum eine schwere Hypothek für den Aufschwung am Wohnungsmarkt. Allerdings entwickelten sich die US-Immobilienmärkte regional sehr unterschiedlich. Zudem sind Immobilien an ihren Standort gebunden. Regional zunehmende Nachfrage könne also nicht durch hohes Immobilienangebot in einer anderen Region ausgeglichen werden.

Keine Entwarnung gibt die Deka Bank für den gesamten US-Immobilienmarkt. Man rechne damit, dass die Immobilienpreise bis Anfang beziehungsweise Mitte nächsten Jahres weiter fallen werden. Damit stelle der US-Immobilienmarkt noch länger eine konjunkturelle Belastung dar, als es die separat betrachtete Wohnungsbauaktivität erscheinen lässt. (mo)

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