Allianz kündigt Immo-Investitionen an

Die Allianz-Versicherung, München, hat Medienberichten zufolge angekündigt, in den kommenden fünf Jahren weltweit rund zehn Milliarden Euro in Immobilien investieren zu wollen.

Zugekauft werden soll ausschließlich aus Eigenmitteln, sagte Stefan Brendgen, frischgebackener Geschäftsführer der Allianz Real Estate Deutschland, dem „Handelsblatt“. Sein Unternehmen strebe an, die Immobilienquote von derzeit vier auf sechs Prozent hochzufahren und das Portfolio geografisch breiter aufzustellen. Brendgen peilt eine Gesamtrendite von neun bis zehn Prozent an. Die Zukäufe sollen weiterhin in erster Linie direkt statt indirekt über Fondsvehikel erfolgen.

Derzeit habe die Allianz rund sieben Milliarden Euro in mehr als 300 Objekten in Deutschland und in der Schweiz investiert. In diesen Märkten werde künftig auch verkauft werden, kündigte Brendgen an. In den USA habe der Versicherer erst zweimal investiert, in Asien noch gar nicht ? dahin könnte die Reise nun gehen.

Die Pläne der Allianz, den Immobilienanteil zu erhöhen, sind allerdings nicht neu: Bereits im Frühling 2008 kündigte der Konzern an, sein Volumen bis 2013 auf 15 Milliarden Euro zu verdreifachen. Damit liegt der Versicherer im Trend ? fast alle Branchenwettbewerber wollen ihre Immo-Investments ebenfalls ausbauen (cash-online berichtete hier). (hb)

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