Büro-Spitzenrenditen stabilisieren sich europaweit

Während der Tiefpunkt der Investmentmärkte in Sicht ist, stabilisieren sich die Spitzenrenditen für Büroflächen europaweit. Zu diesem Ergebnis kommt der Prime European Office Yields Tracker für das dritte Quartal 2009 der internationalen Immobilienberatung Jones Lang LaSalle (JLL).

immomeldungDie europaweit gewichtete Spitzenrendite sank laut JLL um fünf Basispunkte auf sechs Prozent, vor allem aufgrund des Renditerückgangs in den westeuropäischen Büromärkten. Die Renditen in Mittel- und Osteuropa blieben dagegen unverändert. In Sekundärmärkten stiegen die Spitzenrenditen weiterhin.

Von den insgesamt 46 analysierten Märkten zeigten nach JLL-Angaben mit Eindhoven, Bukarest und Utrecht nur drei Märkte einen Anstieg (Dekompression) der Rendite, während zehn einen Renditerückgang (Kompression) zwischen 50 (Leeds) und fünf Basispunkten (Brüssel, Göteborg und Malmö) zu verzeichnen hatten. Im Londoner West End sank die die Spitzenrendite der Untersuchung zufolge um 25 Basispunkte, in der Londoner City stagnierten die Renditen, nachdem sie bereits im zweiten Quartal 2009 um 25 Basispunkte gesunken waren.

Trotz des insgesamt anhaltenden Stabilisierungstrends bewegten sich die Spitzenrenditen in Europa weiterhin über dem Niveau des Vergleichzeitraums des Vorjahres (5,35 Prozent) und deutlich über den Spitzenwerten des Jahres 2007 (zweites Quartal 2007: 4,3 Prozent).

„Das Investoreninteresse ist ganz eindeutig konzentriert auf Spitzenimmobilien in 1a-Lagen der Kernmärkte, in denen der Cash-flow stimmt. Es hat dabei wieder die Bereitschaft zugenommen, in Bieterprozesse einzutreten und für beste Immobilien, die an bonitätsstarke Mieter langfristig vermietet sind, die Preise auf ein neues Niveau zu heben. Besonders im Fokus: London und Paris . Mit dem zunehmenden Mangel passender Gelegenheiten auf der Angebotsseite sind die Investoren allerdings gezwungen, überall in Europa neue Lagen in Betracht zu ziehen. Das könnte natürlich die Renditen in der Region weiter drücken“, so Chris Staveley, Leiter des Pan-European-Capital-Markets-Teams bei JLL.

Die Kapitalwerte sieht Staveley weiter deutlich unter ihrem Spitzenniveau: „Sie werden solange unter Druck bleiben, bis neue Finanzierungsmittel zur Verfügung stehen und die Investoren bereit sind, wieder mehr immobilienspezifische Risiken, wie zum Beispiel Leerstände oder Re-Development auf sich zu nehmen. Während sich die Spitzenrenditen stabilisieren, fallen allerdings in den meisten Märkten die Mieten“. (te)

Foto: Shutterstock

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