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31. März 2009, 00:00
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Bund kauft sich bei Hypo Real Estate ein

Mit einer Beteiligung des Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin) sichert sich der Bund in einem ersten Schritt knapp neun Prozent der Anteile an dem angeschlagenen Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE), München. Langfristiges Ziel ist die vollständige Kontrolle über die Hypo Real Estate Group, teilt das Unternehmen mit.

Der Bund beabsichtige eine hinreichende Kapitalausstatttung der HRE sowie weitere Garantien. Zur Rekapitalisierung der Hypo Real Estate Group habe sich der staatliche Bankenrettungsfonds zunächst verpflichtet, über eine Kapitalerhöhung 20 Millionen Hypo Real Estate-Aktien zum Preis von drei Euro zu übernehmen. Der Erlös von 60 Millionen Euro fließe der Bank zu. Dadurch erzielt der SoFFin eine Beteiligung an der Hypo Real Estate Holding AG von rund 8,7 Prozent.

Zur vollständigen Kontrolle der Holding durch den SoFFin oder den Bund ist laut HRE beabsichtigt, auch von den Handlungsmöglichkeiten Gebrauch zu machen, die das derzeit noch im Gesetzgebungsverfahren befindliche Finanzmarktstabilisierungsergänzungsgesetzeröffnen werde. Derzeit kontrollieren die Aktionäre um den US-Investor Christopher Flowers noch rund 24 Prozent der HRE-Anteile. Flowers hatte sich aus dem Aufsichtsrat der Bank aber bereits zurückgezogen (cash-online berichtete hier).

Die Vorstände der Hypo Real Estate Holding AG und der Hypo Real Estate Bank AG hätten sich mit Zustimmung der Aufsichtsräte gegenüber dem SoFFin verpflichtet, die zur Umsetzung der Rekapitalisierung jeweils erforderlichen Schritte zu ergreifen.

?Mit der beabsichtigten langfristigen Liquiditäts- und Kapitalunterstützung, für die wir sehrdankbar sind, schafft die Bundesrepublik Deutschland über den SoFFin die Voraussetzung für den Fortbestand der Hypo Real Estate Group. Wir begrüßendiesen Schritt, der im Interesse der Gesellschaften ist und dem die Vorständeund Aufsichtsräte einstimmig zugestimmt haben?, kommentiert der HRE-Vorstandsvorsitzende Dr. Axel Wieandt

Hintergrund: Für das Geschäftsjahr 2008 meldete die HRE einen Verlust von mehr als 5,4 Milliarden Euro. Bislang belaufen sich die staatlichen Garantien, die das Überleben der Bank sichern auf 87 Milliarden Euro. Weitere 15 Milliarden stammen von der privaten Finanzwirtschaft. (te)

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