24. Februar 2010, 11:41
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Baufinanzierung: „Vom Bewusstseinswandel profitiert“

Das Thema Baufinanzierung wurde im Zuge der Finanzkrise dank günstiger Zinskonditionen und dem ausgeprägten Sicherheitsmotiv der Anleger verstärkt auf die Agenda gehoben. Doch wie lange wird dieser Trend noch anhalten? Dieter Pfeiffenberger, Bereichsleiter Drittvertrieb der Postbank Gruppe von der DSL Bank, im Cash.-Interview.

Pfeiffenberger-Dieter-Portr T-na1h-127x150 in Baufinanzierung: „Vom Bewusstseinswandel profitiert“

Dieter Pfeiffenberger, DSL Bank

Cash.: Wie schätzen Sie das Immobilien- und Finanzierungsjahr 2009 rückblickend ein?

Pfeiffenberger: Das Jahr hat sich besser entwickelt, als erwartet. Mit unseren beiden Marken BHW und DSL Bank haben wir unseren Marktanteil trotz der schwierigen Lage im Wohnungsbau weiter ausbauen können.

Cash.: Wird das derzeit positive Image des Eigenheims und der Anlageimmobilie auch in 2010 anhalten?

Pfeiffenberger: Ich bin ich zuversichtlich. Die Finanzkrise hat das Bedürfnis der Anleger nach Sicherheit und verständlichen Anlageprodukten enorm gesteigert. Davon werden Immobilien weiterhin profitieren. Inzwischen ist sogar der Absturz bei den Baugenehmigungen vom Jahresbeginn 2009 wieder ausgeglichen. Das ist ein weiteres gutes Signal für das kommende Jahr.

Cash.: Wird das Thema Baufinanzierung auch bei anziehenden Konditionen seine Attraktivität behalten?

Pfeiffenberger: Ich denke schon. Nach wie vor sind die Zinsen günstig und die Baupreise moderat. Ich rechne kurzfristig auch nicht mit gravierenden Zinssteigerungen. Hinzu kommt ein Bewusstseinswandel bei der Bevölkerung: Die Berufstätigen in Deutschland halten inzwischen die eigenen vier Wände für die sicherste Form der Altersvorsorge. Die selbst genutzte Immobilie liegt hierin bei der jüngsten Postbank-Studie in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach sogar noch vor der staatlichen Rente. Das sind gute Vorgaben für das Baufinanzierungsgeschäft.

Cash.: Wie wichtig ist die Produktunabhängigkeit in der Finanzierungsberatung? Sie offerieren über zwei unterschiedliche Schienen ausschließlich hauseigene und auch Wettbewerbsprodukte.

Pfeiffenberger: Beide Schienen funktionieren, aber mit unterschiedlichen Kundentypen. Der Hausbank-Typ legt Wert auf Kontinuität. Er will, dass sein vertrauter Bank-Berater ihn in allen Finanzfragen begleitet. Für ihn ist es selbstverständlich, auch bei der Baufinanzierung ein Produkt seiner Hausbank zu wählen. Den Gegentyp dazu könnte man Menü-Optimierer nennen. Dieser Kundentyp legt keinen Wert auf Marken. Er will das beste Produkt zum geringsten Preis. Deshalb hat er das Giro-Konto bei der Bank A, das Depot bei der Bank B und die Baufinanzierung bei der Bank C. Dieser Kundentyp legt Wert darauf, dass sein Berater nicht an bestimmte Produkte oder Marken gebunden ist. Bei diesem Kundentyp gibt es aber auch einen wachsenden Anteil, der überhaupt nicht beraten werden will, weil er sich selbst im Internet informiert und seine Baufinanzierung über ein Internet-Portal abschließt.

Seite 2: Warum Wohn-Riester-Produkte ein Bürokratie-Problem haben

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

OVB will Expansion und Wachstum vorantreiben

Die OVB Holding AG präsentierte ihren Aktionären auf der Hauptversammlung eine gute vertriebliche Entwicklung und einen planmäßigen Ergebnisverlauf. »Bei der Strategieumsetzung erreichten wir im Jahr 2018 wichtige strategische Fortschritte. Unser Ziel ist es, neue Ertragschancen zu erschließen und unsere Marktposition in Europa weiter auszubauen«, sagt Mario Freis, Vorstandsvorsitzender der OVB Holding AG.

mehr ...

Immobilien

Die Versprechen der Angela M. auf dem Deutschen Mietertag

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel versicherte den 550 Delegierten der örtlichen Mietervereine auf dem Deutschen Mietertag in Köln, bezahlbares Wohnen stehe ganz oben auf der Tagesordnung der Bundesregierung. Ordnungsrechtliche Maßnahmen gegen überhöhte Mieten seien notwendig, „weil wir der Probleme sonst nicht Herr werden.“

mehr ...

Investmentfonds

DWS: Berichte über eine Schwäche des US-Arbeitsmarkts sind stark übertrieben

Zurzeit richten sich wieder einmal alle Augen auf die amerikanische Zentralbank. Deren Ankündigung, drei Jahre nach Beginn der Zinserhöhungen eine Pause einzulegen, trug im Januar 2019 maßgeblich zur Trendwende an den Märkten bei. Als Anfang Mai die erwartete Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China ausblieb und die Märkte daraufhin mit erneuten Kursverlusten reagierten, waren es wieder die Worte von Zentralbankern, die für Beruhigung sorgten.

mehr ...

Berater

Urlaub: So kommen Sie sicher ans Ziel

Wenn die Deutschen verreisen, ist das Auto ihr liebstes Verkehrsmittel. 2018 fuhren 41,7 Prozent damit in den Urlaub. Wenn das Urlaubsziel nicht gerade um die Ecke liegt und Kinder an Bord sind, kann die Anfahrt schnell zur Nervenprobe werden. Wie Sie sicher ankommen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lloyd Fonds-HV: Aktionäre stimmen für weiteren Wachstumsschub

Mit einer Präsenz von rund 78 Prozent des Grundkapitals wurden auf der Hauptversammlung der Lloyd Fonds AG alle Beschlüsse zu den 12 Tagesordnungspunkten mit Zustimmungsquoten über 98 Prozent gefasst.

mehr ...

Recht

BFW: Enteignete Unternehmen bauen nicht

Berlin hatte vor einigen Tagen, wie von uns berichtet, als erstes Bundesland die Enteignung von Wohneigentum angekündigt. Aufgrund akuten Wohnungsmangels ist das Thema in den letzten Wochen ganz oben auf der Agenda. Nun meldet sich der auch BFW Landeverband Berlin/Brandenburg dazu und warnt davor, große private Wohnungsunternehmen zu enteignen.

mehr ...