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1. Oktober 2010, 09:00
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Immobilienmarkt Ostdeutschland: Große Unterschiede

Gesunder Wohnungsmarkt, aber auch trister Leerstand: Preise und Mieten für Wohneigentum in den neuen Bundesländern weisen 20 Jahre nach der deutschen Einheit enorme regionale Unterschiede auf. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Miet- und Kaufpreise durch das Portal ImmobilienScout24.

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Holländisches Viertel in Potsdam

Während sich städtische Gebiete demnach vielerorts positiv entwickelt haben, lägen die Immobilienmärkte in den ländlichen Regionen Ostdeutschlands oft brach. Bei den Immobilienpreisen von Mecklenburg bis Sachsen zeichnet sich laut ImmobilienScout24 ein eindeutiges Bild. In Städten wie Berlin, Potsdam, Jena und Dresden sowie in anderen attraktiven Lagen, insbesondere an der mecklenburgischen Ostseeküste, koste Wohneigentum inzwischen mindestens doppelt so viel wie auf dem Land.

Spitzenreiter bei den Immobilienpreisen ist Potsdam mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von über 2.100 Euro. In den ländlichen Regionen, vor allem in Sachsen-Anhalt und in Teilen Thüringens, lägen die durchschnittlichen Quadratmeterpreise hingegen deutlich unter 900 Euro. Lediglich im östlichen und südlichen Brandenburg sei das Preisniveau noch etwas höher.

Auch im ostdeutschen Mietmarkt zählen vor allem die urbanen Regionen zu den Gewinnern. Während auf dem Land die durchschnittlichen Angebotsmieten laut ImmobilienScout24 vielerorts weit unter fünf Euro liegen, wird in manchen Städten die Sieben-Euro-Marke deutlich überschritten. Im direkten Städtevergleich sind Jena, Potsdam, Falkensee, Greifswald und Radebeul die Top-Fünf bei den Mietpreisen in den neuen Bundesländern. Spitzenreiter ist Jena. Dort werden derzeit bei einer Neuvermietung durchschnittlich 7,69 Euro pro Quadratmeter fällig, in Potsdam müssen Mieter mit 7,53 Euro rechnen.

„20 Jahre nach der deutschen Einheit zählen vor allem die Städte zu den deutlichen Gewinnerregionen. Auf dem Land hingegen kann von blühenden Landschaften vielerorts keine Rede sein“, urteilt Michael Kiefer, Leiter Immobilienbewertung bei ImmobilienScout24. „Viele ländliche Regionen in den neuen Bundesländern haben in den letzten beiden Jahrzehnten einen oft schmerzhaften Strukturwandel durchlebt. Die hohe Arbeitslosigkeit hat zu einem Rückgang der Bevölkerung geführt, der sich katastrophal auf die betroffenen Immobilienmärkte auswirkt. Ein weiterer Preisverfall ist dort nicht auszuschließen.“

Für die Untersuchung der Miet- und Kaufpreise in den neuen Bundesländern wurden über 900.000 Wohnungen und Häuser analysiert, die im Zeitraum vom 1. Januar 2009 bis zum 30. Juni 2010 bei ImmobilienScout24 inseriert waren. (bk)

Foto: Shutterstock

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