Anzeige
10. Februar 2010, 09:53
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

LBS-Neugeschäft auf Normalkurs

Mit einem Neugeschäft von 32,5 Milliarden Euro blieben die zehn Landesbausparkassen (LBS) im Jahr 2009 zwar hinter dem Ausnahmejahr 2008 um neun Prozent zurück, liegen aber über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre.

Kompass-127x150 in LBS-Neugeschäft auf Normalkurs“Die um zehn Prozent gestiegene durchschnittliche Bausparsumme zeigt dabei die ungebrochene Bedeutung des Bausparvertrages als Finanzierungsbaustein für die eigenen vier Wände”, so LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm. Das bestätige auch die starke Nachfrage nach dem LBS-Riester-Bausparvertrag. Mit einem Neuvertragsanteil von rund 39 Prozent behaupten die Bausparkassen der Sparkassen nach eigenen Angaben ihre Marktführerschaft in diesem Bereich.

Beim Vorjahresvergleich ist den Aussagen Hamms zufolge zu berücksichtigen, dass Ende 2008 die LBS-Wohn-Riester-Verträge eingeführt wurden. Außerdem durften letztmalig Bausparverträge mit freier Verwendbarkeit der Wohnungsbauprämie abgeschlossen werden; dadurch sei es zu erheblichen Vorzieheffekten gekommen. Während 2008 die Zahl neuer Verträge um 12,5 Prozent gestiegen war, kam es im zurückliegenden Jahr zu einer Korrektur um 17,5 Prozent auf 1,26 Millionen.

Im Riester-Geschäft konnten die LBS 2009 knapp 180.000 Verträge verbuchen. “Das Interesse am Bausparen als Schlüssel für die Altersvorsorge mit Wohneigentum hat den Wohn-Riester direkt von Null auf Platz 2 bei der privaten Altersvorsorge katapultiert”, so Hamm.

Wie konkret die Menschen tatsächlich an den Erwerb eigener vier Wände denken, zeigen laut Hamm folgende Kennziffern: So stieg die durchschnittliche Bausparsumme bei der LBS-Gruppe 2009 um zehn Prozent auf rund 26.000 Euro – zum Vergleich: 2003 betrug sie weniger als 20.000 Euro. Gleichzeitig erhöhten sich die Spareinlagen um 6,5 Prozent. “Das sind beste Voraussetzungen für die Finanzierung eigener vier Wände in den kommenden Jahren”, so Hamm.

Nach Einschätzung der Landesbausparkassen zeigt nicht nur der robuste Gebrauchtimmobilienmarkt, sondern auch die allmähliche Belebung des Wohnungsbaus in der zweiten Jahreshälfte 2009 gerade bei Eigenheimen und Eigentumswohnungen, dass die Wohneigentumsbildung gute Zukunftsperspektiven hat. Der LBS-Verbandsdirektor rechnet für das Jahr 2010 daher auch mit einer Stärkung des Bauspargeschäftes. “Nicht zuletzt die Erfahrungen in der Finanzmarktkrise haben gezeigt, wie wertvoll die Produktvorteile des Bausparens sind”, so Hamm weiter.

Die zehn Landesbausparkassen führten für ihre 9 Millionen Kunden am Jahresende 2009 insgesamt 10,95 Millionen Bausparverträge (minus 1,3 Prozent) über eine Bausparsumme von 259,2 Milliarden Euro (plus 1,3 Prozent). Die addierte Bilanzsumme der LBS-Gruppe belief sich im vergangenen Jahr auf 51,9 Milliarden Euro (plus 1,2 Prozent). (te)

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...