Anzeige
29. Oktober 2010, 17:03
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Preise für Wohnimmobilien steigen in Asien am stärksten

Die weltweiten Preise für Wohnimmobilien sind nach Angaben der Immobilienberatung Knight Frank innerhalb von zwölf Monaten an 69 Prozent der Standorte gestiegen, die das Unternehmen regelmäßig im Rahmen seines weltweiten Wohnimmobilienindex untersucht. Den stärksten Zuwachs verzeichnet dabei Asien.

Haus-index2-shutt 34927417-127x150 in Preise für Wohnimmobilien steigen in Asien am stärksten Stichtag für die Untersuchung ist der Stand per Ende Juni 2010. Zu diesem Zeitpunkt haben sie die Wohnimmobilienpreise laut Knight Frank auf Jahressicht um durchschnittlich 3,9 Prozent verteuert. Im asiatisch-pazifischen Raum liegt der Anstieg sogar bei durchschnittlich 14,1 Prozent.

„Mit jedem neuen Quartal wird deutlicher, dass sich die globale Rezession immer weniger auf den Wohnimmobilienmarkt auswirkt“, kommentiert Liam Bailey, der das Research für Wohnimmobilien bei Knight Frank verantwortet. In der aktuellen Untersuchung hätten sich die Preise im Jahresvergleich an 69 Prozent der Standorte verteuert, während es Ende des ersten Quartals 2010 noch 53 Prozent waren und Ende Juni 2009 lediglich 19 Prozent der Standorte.

„Anfang und Ende der Preisskala sind im letzten Jahr näher zusammengerückt“, ergänzt Bailey. In den überhitzten asiatischen Märkten seien dafür Interventionen der Regierungen verantwortlich, die die Märkte wieder etwas abgekühlt haben. In den westlichen Ländern hätten dagegen wirtschaftliche Stimuli vieler Regierungen wie historisch niedrige Zinsen, Förderungen für Erstinvestoren und Stützungsmaßnahmen für Banken, die Nachfrage nach Wohnimmobilien gesteigert und damit auch die Preise leicht nach oben getrieben.

Nach wie vor lassen sich die Preisentwicklungen laut Knight Frank klar nach Regionen unterscheiden. Die asiatischpazifischen Standorte stehen am Anfang des Rankings, die europäischen am Ende. Dennoch würden erste Unterteilungen innerhalb der Regionen spürbar. So hängten die Wohnimmobilienmärkte in Singapur, China und Hongkong auf den Positionen eins bis drei ihre Nachbarn Indien (26), Indonesien (29) oder Japan (42) klar ab. Innerhalb von Europa rangieren die nördlichen Märkte mit jährlichen Preiszuwächsen zwischen acht und elf Prozent deutlich vor den baltischen und südeuropäischen Ländern, in denen die Preise nachgeben. Deutschland liegt mit einer durchschnittlichen jährlichen Preissteigerung von 2,8 Prozent im europäischen Mittelfeld.

Obwohl die europäischen Länder im weltweiten Vergleich die geringste Teuerungsrate aufweisen, sind die Märkte im Aufwärtstrend. Während Knight Frank im ersten Quartal 2010 noch einen durchschnittlichen Preisverfall von minus 4,1 Prozent verzeichnete, lag das Minus im zweiten Quartal 2010 nur noch bei 0,1 Prozent. Neben den führenden asiatisch-pazifischen Märkten zählen nach Aussage der Untersuchung Südafrika und Kanada zu den überhitztesten Märkten mit Preiszuwächsen von 14,8 respektive 13,5 Prozent. Um einer möglichen Immobilienblase vorzubeugen, habe die kanadische Regierung dieses Jahr bereits drei Mal den Leitzins erhöht.

„Die weitere Preisentwicklungen hängt von vielen Faktoren ab“, sagt Bailey. „In den westlichen Ländern sind die Verfügbarkeit von Finanzierungen, das Ausmaß der Sparmaßnahmen sowie das Wachstum von Einkommen und Arbeitsplätzen entscheidend für das weitere Szenario auf den Wohnimmobilienmärkten. In Asien steht und fällt vieles mit der Finanzpolitik der Regierungen. In China hat die Regierung zum Beispiel erstmals seit 2007 die Zinsen von 5,31 auf 5,56 Prozent angehoben.“ (bk)

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

3 Kommentare

  1. […] full post on Cash. Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen Share and […]

    Pingback von Preise für Wohnimmobilien steigen in Asien am stärksten | xxl-ratgeber — 1. November 2010 @ 05:52

  2. […] hier den Beitrag weiterlesen: Preise für Wohnimmobilien steigen in Asien am stärksten – Cash … […]

    Pingback von Preise für Wohnimmobilien steigen in Asien am stärksten – Cash … — 30. Oktober 2010 @ 11:31

  3. […] Angaben der Immobilienberatung Knight Frank innerhalb von zwölf Monaten an 69 Prozent der […] Cash. Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen Share and […]

    Pingback von Preise für Wohnimmobilien steigen in Asien am stärksten | Mein besster Geldtipp — 29. Oktober 2010 @ 17:07

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...