23. Februar 2010, 12:57
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Rare Spezies Eigentümerin

Frauen in Deutschland wohnen seltener im Eigentum als Männer. Dies belegt eine repräsentative Studie von Immowelt.de. Das Immobilienportal sieht darin eine direkte Folge der Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern

H Uschen-und-m Uschen-127x150 in Rare Spezies EigentümerinWohneigentum ist ein wichtiger Bestandteil der Altersvorsorge – und für Frauen schwieriger aufzubauen als für Männer. Wie die Immowelt-Studie zeigt, beträgt der Unterschied beim Wohneigentum teilweise fast 30 Prozentpunkte.

So gaben nur 29 Prozent der Frauen in Vollzeit-Stellen an, in einer Eigentumswohnung oder einem Einfamilienhaus zu leben. Bei den Männern beträgt der Anteil 38 Prozent. “Die berufstätigen Frauen verdienen weniger als die Männer und können daher auch nicht so schnell Wohneigentum erwerben”, interpretiert Immowelt.de das Ergebnis.

Fügten sich die Frauen hingegen in das traditionelle Versorgermodell, in dem der Mann der Hauptverdiener ist, steige auch der Anteil der Frauen in Wohneigentum: Arbeiten sie Teilzeit, beträgt dieser Anteil 40 Prozent. Bleiben sie als Hausfrauen zu Hause, liegt die Quote bei 38 Prozent.

Besonders groß sei der Unterschied bei den Beamten: Männer im Staatsdienst bewohnen zu 71 Prozent die eigenen vier Wände – Beamtinnen nur zu 45 Prozent. Damit liegt diese Gruppe zwar über der Quote der weiblichen Angestellten, bleibe aber weit hinter ihren männlichen Kollegen zurück.

Besonders brisant würden diese Zahlen durch den Umstand, dass Frauen augrund des geringeren Verdienstes auch geringere Rentenansprüche erwerben. Umso wichtiger wäre für sie daher der Erwerb von Wohneigentum, um im Alter eine solide Basis zu besitzen, so das Immobilienportal.

Für die Immowelt-Studie “Wohnen und Leben 2010” wurden vom Marktforschungsinstitut Innofact im Januar 2010 1.029 Personen befragt. (te)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Es wird einfach deutlich, dass Frauen sich einerseits teilweise immer noch dem Rollenbild unterwerfen, andererseits aber auch gar nicht die Möglichkeiten haben, sich ihr Eigenheim selbst zu schaffen. Die Unterschiede im Einkommen sind auch heute, in unser angeblich so gleichberechtigten Zeit, einfach zu groß. Auch wenn klar ist, dass gerade dadurch der Erwerb von Wohneigentum im Alter wichtig wäre, ist ein solcher finanziell viel zu oft einfcah nciht möglich.

    Kommentar von Alexandra — 25. März 2010 @ 16:49

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Continentale Versicherungsverbund: Zum sechsten Mal Höchstnote beim BVK-Fairness-Siegel

Zum sechsten Mal hat der Continentale Versicherungsverbund das BVK-Siegel „Fairness für Versicherungsvertreter“ erhalten. Er bekam die Bestnote „Exzellent“ und fünf Sterne. Grundlage für die Vergabe des Siegels ist eine umfangreiche Befragung der eigenen Ausschließlichkeitsvermittler.

mehr ...

Immobilien

Unausgepackte Kartons: Jeder 3. Deutsche ist nach 5 Jahren noch nicht fertig mit dem Umzug

So ein Umzug ist stressig, gerade für Berufstätige und Familien mit kleinen Kindern. Was gerade nicht dringend erledigt werden muss, wird verschoben. Je weniger Zeit seit dem letzten Umzug vergangen ist, desto mehr Aufgaben haben Umzügler noch auf ihrer To-Do-Liste. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage von umzugsauktion.

mehr ...

Investmentfonds

Wir gehen auf die Straße!

Am 20. September findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Seit 1995 tritt ÖKOWORLD für den Klimaschutz und für die Ökologisierung der Wirtschaft ein.

mehr ...

Berater

Cash.-Branchengipfel: “BaFin-Aufsicht positiv”

Der 9. Cash.-Branchengipfel Sachwertanlagen brachte einige durchaus überraschende Ergebnisse, unter anderem zur geplanten BaFin-Aufsicht über den freien Vertrieb sowie zu den voraussichtlichen Kosten dafür. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „B++“ für United Investment Partners Projektentwicklungen Deutschland

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. hat den Fonds „United Investment Partners Projektentwicklungen Deutschland“ mit insgesamt 67 Punkten bewertet. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „gut“ (B++).

mehr ...

Recht

Nach Ausstieg: Kein Anrecht auf Bestandsübertragung

Regulation und digitaler Wandel verändern die Versicherungsbranche rasant. Vor diesem Hintergrund überprüft das Gros der Vermittler die eigene unternehmerische Ausrichtung. Eine Folge sind zunehmende Zahlen registrierter Versicherungsmakler. Doch was passiert mit dem Bestand? Ein Kommentar von Alexander Retsch, Syndikusanwalt der vfm Gruppe.

mehr ...