15. Juni 2010, 09:59
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Stützen statt streichen – Deutsche wünschen sich staatliche Hilfe beim Erwerb von Wohneigentum

Der Staat soll sparen – aber am besten nicht bei den Hilfen für den privaten Immobilienerwerb. Dort halten 95 Prozent der Deutschen staatliche Unterstützung für wünschenswert. Das ist das wenig überraschende Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Immobilienportals Immowelt.de.

Hausverkauf-127x150 in Stützen statt streichen - Deutsche wünschen sich staatliche Hilfe beim Erwerb von WohneigentumDemnach lehnen unter den Gutverdienern sogar nur zu drei Prozent der Befragten diese Art der Subvention ab. Auf die Frage nach der idealen staatlichen Förderung nannten 44 Prozent die seit 2006 abgeschaffte Eigenheimzulage. Besonders Besserverdienende wünschen sich die direkte Unterstützung zurück, die häufig für ihre großzügig bemessenen Einkommensgrenzen kritisiert worden war: 51 Prozent der Personen mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von 4.000 Euro oder mehr halten die Eigenheimzulage für die beste Förderung.

Rang zwei in der Beliebtheit nimmt die steuerliche Absetzbarkeit von Darlehenszinsen ein. Diese wurde bereits 1996 abgeschafft. 22 Prozent aller Befragten sagen immer noch, dass die Bürger damit am besten zum Eigenheim verholfen werden kann. Vor allem Selbstständige wünschen sich den Steuervorteil zurück: 44 Prozent dieser Gruppe sprechen sich für die aus der unternehmerischen Praxis bekannten Möglichkeit aus.

Eine sehr hohe Ablehnung staatlicher Unterstützung beim Immobilienkauf ist übrigens bei den Geringverdienern mit höchstens 1.000 Euro Haushaltsnettoeinkommen zu beobachten: 17 Prozent sagen, dass der Staat bei einem Wohneigentumserwerb nicht finanziell helfen solle.

Für die Immowelt-Studie “Wohnen und Leben” wurden im Januar 2010 vom Marktforschungsinstitut Innofact 1.029 Personen ab 18 Jahren befragt. (te)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Oliver Bäte, Allianz: “Wollen die Führungsstrukturen immer effizienter machen”

Bei Europas größtem Versicherer Allianz muss sich das Management größere Sorgen um Arbeitsplätze machen als das Fußvolk. Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte will eher beim Management als bei den einfachen Mitarbeitern einsparen.

mehr ...

Immobilien

Inflationsschub dank selbstgenutztem Wohneigentum?

Steigende Löhne im Dienstleistungssektor dürften die Inflation der Eurozone etwas beflügeln. Könnten die Kosten für selbstgenutztes Wohneigentum diesen Trend verstärken?

mehr ...

Investmentfonds

Gold als Safe Haven gegen den drohenden Wirtschafts-Kollaps?

Einige glauben, dass das weltweite Finanzsystem in absehbarer Zeit zusammenbrechen könnte. Auch ohne dieses Horrorszenario macht Gold Sinn, meint Jörg Schulte von der Swiss Ressource Capital AG.

mehr ...

Berater

Händler-Plattform Shopify macht bei Facebook-Währung Libra mit

Die bei Facebook entwickelte Digitalwährung Libra kann nach einer Serie prominenter Abgänge einen Neuzugang vermelden. Die kanadische Firma Shopify, die eine E-Commerce-Software entwickelt, trat am Freitag der Libra Association bei, von der das Projekt verwaltet wird.

mehr ...

Sachwertanlagen

INP bestückt ihre offenen Spezialfonds mit weiteren Pflegeheimen

Die INP-Gruppe hat durch den Erwerb von vier Pflegeeinrichtungen und Pflegewohnanlagen an verschiedenen deutschen Standorten das Immobilienportfolio ihrer offenen Spezial-AIF für institutionelle Investoren in den vergangenen sechs Monaten weiter ausgebaut.

mehr ...

Recht

Wie Sie Haftungsrisiken mit einer Betriebsaufspaltung verringern

Wer sein Vermögen in den eigenen Betrieb steckt, möchte es vor Haftungsrisiken schützen. Mit einer Betriebsaufspaltung ist das möglich. Doch es lauern auch Fallstricke.

mehr ...