Patrizia: Europäische Wohnimmobilien performen auf Gewerbeimmobilien-Niveau

Europäische Wohnimmobilien werden in den kommenden fünf Jahren eine mit dem Büro-, Einzelhandels- und Logistiksegment vergleichbar attraktive Performance zeigen. Dies geht aus dem Europäischen Wohnungsmarktbericht hervor, den die Patrizia Immobilien AG zum zweiten Mal vorgelegt hat.

Wolfgang Egger, Patrizia
Wolfgang Egger, Patrizia

Für Mietwohnungen wird zwischen 2010 und 2014 demnach ein Total Return von rund 7,3 Prozent jährlich prognostiziert. Bei Logistikimmobilien wird er bei etwa 7,5 Prozent jährlich, bei Einzelhandelsimmobilien bei 7,1 Prozent jährlich und im Bürosegment bei 6,7 Prozent jährlich liegen. Mietwohnimmobilien bieten laut Patrizia den besten risikoadjustierten Ertrag, da sie bei vergleichbarer Attraktivität ein geringeres Investitionsrisiko sowie eine niedrigere Volatilität der Total Return-Prognosen aufweisen als Gewerbeimmobilien.

„Wohnimmobilien profitieren vom neuen Risikobewusstsein der Anleger infolge der Wirtschaftskrise“, sagt der Patrizia-Vorstandsvorsitzende Wolfgang Egger. „Insbesondere institutionelle Anleger, aber auch vermögende Privatinvestoren und Family Offices setzen auf Core Investments wie Wohnimmobilienfonds. Denn durch die hohe Granularität der Mieterbasis gewährleisten Wohnimmobilien Wertstabilität, Sicherheit und einen kalkulierbaren Cash-Flow“, so Egger weiter.

Vor allem in Städten forcietren der fortschreitende Bevölkerungszuzug und die Tendenz zu immer kleineren Haushaltsgrößen bei höherem Flächenbedarf pro Bewohner – angesichts einer geringen Neubautätigkeit – den Angebotsengpass. Hierdurch würden Mieten und Kaufpreise insbesondere bei qualitativ guten Wohnimmobilien in guten bis sehr guten Lagen steigen.

Die aktuelle Patrizia-Studie geht von einer Zunahme transnationaler Investitionen im europäischen Wohnimmobiliensektor aus. Darauf weisen große Portfoliotransaktionen institutioneller Investoren in Deutschland und Schweden hin. Da es aufgrund unterschiedlicher Rechtssysteme und erheblicher regionaler Eigenheiten keinen einheitlichen europäischen Wohnimmobilienmarkt gibt, erfordert die Zunahme grenzüberschreitender Transaktionen von Fonds- und Asset-Managern eine hohe Professionalisierung.

Seite 2: Unterschiede auf Europas Wohnimmobilienmärkten

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