Wohnungsbau zieht wieder leicht an

„Auch bei einer regional differenzierten Betrachtung reicht die bisherige Wohnungsbautätigkeit bei weitem nicht aus, um die regionalen Wohnungsknappheiten insbesondere in den Zuwanderungs- und Ballungsgebieten zu bekämpfen. Empfindliche Mietsteigerungen bei Neubauten und im Bestand sowie ein zunehmender Mangel an günstigem Wohnraum sind die erkennbaren Folgen. Besonders betroffen sind Erstmieter, also junge Ehepaare, Studenten und Auszubildende. Ebenso hart trifft es ältere Bürger, die zunehmend vergeblich nach bezahlbaren und barrierearmen Wohnungen suchen“, so der Verband weiter.

Die entscheidenden Weichstellungen für mehr altersgerechten und energieeffizienten Wohnungsbau müsse die Politik vornehmen. Denn nach Angaben von Wohnungsunternehmen könnten auch unter den aktuell günstigen Zinsbedingungen im frei finanzierten Wohnungsbau nur höherwertige Mietwohnungen mit Kaltmieten ab 8,50 Euro pro Quadratmeter erstellt werden.

Um Investitionen in preiswerte Mietwohnungen wieder rentabel zu machen, setzt sich die Wohnungsbaubranche – mit Unterstützung des Mieterbundes -für verbesserte steuerliche Anreize ein. Bundesbauminister Peter Ramsauer spreche inzwischen die Vorteile der steuerlichen Anreize offensiv an.

Der Verbands-Geschäftsführer der Dr. Ronald Rast warnt davor, aus den Destatis-Zahlen die falschen Schlüsse zu ziehen: „Der Anstieg der Baugenehmigungen geschieht nach wie vor auf zu niedrigem Niveau. Wir brauchen eine Wende in der Wohnungspolitik. Wohnen ist und bleibt ein Grundbedürfnis. Wird es abgedeckt, werden es die Wähler honorieren.“

„Die Bundesregierung kann mit einfachen Maßnahmen wie verbesserten Abschreibungssätzen die Voraussetzung zum Bau von mehr Wohnraum schaffen,“ appelliert Michael Hölker, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel. „Mit der Aktivierung privaten Kapitals werden gleichzeitig Arbeitsplätze gesichert und neu geschaffen, die Einnahmeseite der öffentlichen Haushalte verbessert und durch die Förderung energieeffizienter Neubauten der Klimaschutz vorangetrieben“, so Hölker weiter. (te)

Foto: Shutterstock

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