Anzeige
12. Januar 2011, 17:26
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutscher Hotelinvestmentmarkt wieder in Fahrt

Das Transaktionsvolumen auf dem deutschen Hotelinvestmentmarkt konnte 2010 wieder ein Plus verzeichnen. Mit rund 800 Mio. Euro hat sich das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr (rund 340 Millionen Euro) mehr als verdoppelt. Die Zahl liegt allerdings immer noch knapp 20 Prozent unter dem Zehnjahresdurchschnitt 2000 bis 2009 (930 Millionen Euro). Das berichten die Immobilienberater Jones Lang LaSalle (JLL).

Hotel-schild-shutt 16992556-127x150 in Deutscher Hotelinvestmentmarkt wieder in FahrtWeitere JLL-Zahlen zum 2010 Hotelinvestmentmarkt: 17 Einzeltransaktionen über zehn Millionen Euro summierten sich 2010 auf über 400 Millionen Euro, während deutsche Portfoliodeals ein Volumen von insgesamt etwa 200 Millionen Euro generierten. Weitere circa 190 Millionen Euro gingen auf das Konto von deutschen Hotelimmobilien, die als Teil eines europäischen Hotelportfolios verkauft wurden. Zum Vergleich: In 2009 wurde in Deutschland keine Hotelportfoliotransaktion abgeschlossen. “Zu geringe Cash Flows ließen keine zufrieden stellenden Marktpreise errechnen. Dazu kam im ersten Halbjahr die Unsicherheit, ob und wieweit der Abwärtstrend sich fortführen wird. Wer nicht verkaufen musste, verkaufte nicht”, erläutert Ursula Kriegl, Leiterin JLL Hotels Deutschland.

In 2010 haben sich laut den Immobilienberatern nach zwei abstinenten Jahren auch die ausländischen Investoren wieder auf dem deutschen Hotelinvestmentmarkt zurückgemeldet. Bei rund 61 Prozent des Hotelinvestmentvolumens traten internationale Investoren als Käufer auf, ein Großteil (rund 350 Millionen Euro) floss in Portfoliotransaktionen, sodass ihr Anteil in diesem Bereich bei über 90 Prozent lag. Zwischen 2004 und 2008 haben sie den deutschen Hotelinvestmentmarkt mit einem Anteil von bis zu 90 Prozent klar dominiert, 2009 waren sie lediglich bei drei Transaktionen, entsprechend circa 21 Prozent des Hotelinvestmentvolumens, auf der Käuferseite.

Bei den Einzeltransaktionen dominierten laut JLL deutsche Investoren (63 Prozent des Einzeltransaktionsvolumens), sie kauften unter anderem in Berlin, Köln, Essen, Hamburg, Leipzig und München. Der Trend zu kleineren Transaktionen, der sich seit 2008 abgezeichnet hat, setzte sich auch in 2010 fort: Der durchschnittliche Kaufpreis bewegte sich bei rund 23 Millionen Euro bei den Einzeltransaktionen, bei den Portfoliodeals circa 40 Millionen Euro. Volumina über 100 Millionen Euro waren in Deutschland – wie auch 2009 – nicht zu verzeichnen.

“Das Gros der Investoren bestand im Jahr 2010 weiterhin aus institutionellen Anlegern, also Gesellschaften, die ihr Geld langfristig in den Finanz- beziehungsweise Kapitalmärkten anlegen und solide Renditen auf Basis eines Pachtvertrages generieren wollen”, berichtet Ursula Kriegl.”Die sich bereits abzeichnende Aufhellung des deutschen Hotel-Investmentmarktes zum Ende des Jahres 2009 wurde 2010 bestätigt”, so die Leiterin Hotels bei JLL. Und weiter: “Auch für die kommenden Monate erwarten wir eine Fortsetzung des Trends. Dank sich wieder leicht verbessernder Finanzierungsmöglichkeiten, aber auch aufgrund wieder steigender Cash Flows durch zunehmende Gästenachfrage kommt wieder mehr Bewegung in den Anbieter- und damit auch in den Käufermarkt.”

Seite 2: Wie sieht die Prognose für 2011 aus?

Weiter lesen: 1 2

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

1 Kommentar

  1. […] 2010 wieder ein Plus verzeichnen. Mit rund 800 Mio. Euro hat sich das Ergebnis […] Cash.Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen Share and […]

    Pingback von Deutscher Hotelinvestmentmarkt wieder in Fahrt | Mein besster Geldtipp — 13. Januar 2011 @ 02:05

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...