Globaler Investmentmarkt weiter auf Erholungskurs

Zwischen fünf und zehn Prozent beträgt das Wachstum, das die internationalen Immobilienberater von Cushman & Wakefield (C&W) im laufenden Jahr für die internationalen Immobilieninvestmentmärkte erwarten. Zu diesem Ergebnis kommt deren Studie „International Investment Atlas 2011“, für die Immobilienmärkte in 56 Ländern untersucht wurden.

welt1Demnach befinden sich die Immobilieninvestmentmärkte weltweit auf Erholungskurs und werden voraussichtlich die Marke von 606 Milliarden US-Dollar (485 Milliarden Euro) überschreiten. „2010 ist das Investmentvolumen weltweit um 50 Prozent auf 564 Milliarden US-Dollar (430 Milliarden Euro) gestiegen“, erklärt Inga Schwarz, verantwortlich für das Research von C&W in Deutschland. „Zwar lag das Transaktionsvolumen 2010 immer noch 50 Prozent unter dem Höchststand von 2007, aber wir liegen bei mittlerweile 80 Prozent des Durchschnitts der letzten fünf Jahre. In einigen Schwellenländern in Asien und Lateinamerika wurden sogar neue Spitzenvolumen erreicht“, so Schwarz weiter.

Aufgrund des begrenzten Immobilienangebots und der gestiegenen Nachfrage seien die Renditen 2010 weltweit im Durchschnitt um 21 Basispunkte auf 7,6 Prozent gefallen. Für 2011 erwarten die C&W-Berater, dass die Renditen im Durchschnitt um weitere 30 Basispunkte fallen werden. Asien war 2010 demnach das beliebteste Ziel von internationalen Immobilieninvestoren und trug mehr als 50 Prozent zum weltweiten Transaktionsvolumen bei, es folgten laut der C&W-Studie Amerika und Großbritannien auf den Plätzen zwei und drei. Schwarz weißt darauf hin, dass Investoren im letzten Jahr die etablierten, die sogenannten Core-Standorte bevorzugt haben. „Das Transaktionsvolumen in den 20 weltweit bedeutendsten Immobilienstandorten ist 2010 um 59 Prozent gestiegen – angeführt von London, gefolgt von Tokio, New York und Paris.“

Mieten steigen 2011 moderat

Das wachsende Transaktionsvolumen wurde laut C&W von steigenden Mieten begleitet: weltweit stiegen die Spitzenmieten um zwei Prozent. Insgesamt sei die Mietpreiserholung differenziert zu betrachten: Im Top-Segment zeigte die Preisentwicklung deutlich nach oben, während die Mieten für weniger hochwertige Flächen noch nicht entsprechend angezogen sei. Neu sei 2010 die Nachfrage nach so genannten „Ultra Prime“-Immobilien. Die „Trophy-Buildings“ entwickelten sich zunehmend zu einem eigenen und wichtigen Marktsegment. „In diesem Jahr werden die Mieten insgesamt moderat um drei bis fünf Prozent steigen“, erwartet Schwarz. Die Researcherin weiter: „Zwar wird das Projektentwicklungsvolumen 2011 zurückgehen und das Flächenangebot in erstklassigen Büroimmobilien in Europa und Nordamerika sinken, doch wird das insgesamt hohe Leerstandsvolumen genauso dämpfend auf die Mietpreisentwicklung wirken wie das gestiegene Kostenbewusstsein der Mieter.“ In Asien und Lateinamerika hätten die Büromärkte so viel Schwung erhalten, dass mit einem Anstieg der Mieten von fünf bis zehn Prozent zu rechnen sei.

Seite 2: Unterschiedliche regionale Stärken

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