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28. September 2011, 17:57
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IVD: Bundesweit nur moderater Preisanstieg bei Wohnimmobilien

Trotz hoher Nachfrage sind die Preise für Wohneigentum nach einer Untersuchung des Immobilienverbands Deutschland (IVD) deutschlandweit nur moderat gestiegen. Demnach legte der durchschnittliche Quadratmeterpreis für eine Wohnung in zwölf Monaten um 2,3 Prozent zu.

Hauser-reihe-shutt16362724-123x150 in IVD: Bundesweit nur moderater Preisanstieg bei Wohnimmobilien„In den Großstädten fallen die Preissteigerungen weit deutlicher aus“, erläutert Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD. „So sind in Städten mit 250.000 bis 500.000 Einwohner die Preise um 5,5 Prozent und in Städten über 500.000 Einwohner um 4,4 Prozent gestiegen. In den Mittel- und Kleinstädten sind die Preise nur um drei Prozent angewachsen.“ Im bundesweiten Gesamtdurchschnitt liegt der Quadratmeterpreis für eine Wohnung mit mittlerem Wohnwert laut IVD gegenwärtig bei 979,61 Euro und damit 2,3 Prozent höher als im Jahr 2010.

Die regionalen Wohnungsmärkte sind dabei laut IVD durchaus differenziert zu betrachten. In München werde für den Quadratmeter einer Eigentumswohnung mit mittlerem Wohnwert das 2,4-Fache des Bundesdurchschnitts erzielt, in Stuttgart fast genau das Doppelte. Die Städte mit der höchsten Steigerungsrate gegenüber dem Vorjahr sind Kassel (plus 18 Prozent), Karlsruhe (plus 15 Prozent), Bremen und Krefeld (plus 14 Prozent) sowie Passau und Konstanz (plus 12 Prozent).

Je größer die Stadt, umso höher der Preisanstieg

Unter den Großstädten nimmt Hamburg mit einer Zunahme von 9,4 Prozent die Spitzenstellung ein, gefolgt von Berlin (plus acht Prozent) und Bremen (plus 7,1 Prozent). „Im Segment der Eigentumswohnungen gilt die Faustregel: Je höher der Wohnwert und je größer die Stadt, desto höher die Preissteigerungen. So haben in den Großstädten die Preise für Eigentumswohnungen mit gutem Wohnwert um 6,4 Prozent zugelegt“, erläutert Schick. „Der Umkehrschluss dieser Regel lässt sich am deutlichsten im Zehn-Jahresvergleich für Eigentumswohnungen mit mittlerem Wohnwert im kleinstädtischen und ländlichen Bereich nachvollziehen: Dort liegen die aktuellen Preise um 30 Prozent niedriger als noch vor zehn Jahren.“

Bei Neubau-Eigentumswohnungen liegt der von IVD ermittelte Preisanstieg für Einheiten mit mittlerem Wohnwert bei 2,7 Prozent. Im Segment „guter Wohnwert“ wurde eine Steigerungsrate von 3,3 Prozent ermittelt. „Anders als im Segment der Bestandswohnungen übertrumpfen bei den Neubau-Wohnungen die Steigerungsraten in den Mittelstädten mit 50.000 bis 250.000 Einwohnern die in den Großstädten“, so Schick. In Städten wie Schwerin, Trier, Jena, Ulm und Krefeld lägen die Preise für Neubauwohnungen um elf bis 14 Prozent über denen des Vorjahres.

Seite 2: Preisniveau für Einfamilienhäuser steigt um 1,2 Prozent

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