JLL: Büromarkt mit deutlichem Zuwachs

Aufgrund der anziehenden Konjunktur in Deutschland ist der Vermietungsumsatz am deutschen Büromarkt nach Angaben des Immobilienberaters Jones Lang LaSalle (JLL) im ersten Halbjahr 2011 um 18 Prozent gestiegen. Auch das Volumen der Immobilienkäufe legte um insgesamt 19 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro zu.

buerotuerme-shutt_46606915Trotz Euro-Krise und schwächelnder Weltkonjunktur hätten sich die gesamtwirtschaftlichen Aussichten in Deutschland für 2011 in den vergangenen drei Monaten sogar weiter verbessert. Der wichtigste Gradmesser für die deutsche Konjunktur, der Ifo-Geschäftsklimaindex, stieg im Juni auf 114,5 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung.

„Basierend auf diesen grundlegend positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich sowohl die Nachfrage nach Büroflächen als auch die Abschlussfreudigkeit am deutschen Investmentmarkt im ersten Halbjahr spürbar erhöht“, erklärt Marcus Lemli, Leiter Leasing & Capital Markets Jones Lang LaSalle Deutschland. Für alle sechs Immobilienhochburgen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart zusammen registrierte JLL im ersten Halbjahr 2011 einen Flächenumsatz von rund 1,42 Millionen Quadratmetern – ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2010. Auch der Fünfjahresdurchschnitt (2006-2010) der jeweils ersten Halbjahre sei um knapp 15 Prozent überschritten worden.

Die noch im ersten Quartal registrierten großen Unterschiede zwischen den verschiedenen Standorten haben sich laut JLL mittlerweile relativiert. Im Einjahresvergleich weise lediglich Düsseldorf noch ein Minus von 25,4 Prozent auf, da im Vorjahr das Volumen aufgrund eines Großdeals mit über 90.000 Quadratmetern sehr hoch gewesen sei. Das deutlichste Plus wird für Stuttgart registriert: Knapp 119.000 Quadratmeter bedeuten ein Umsatzwachstum von 88 Prozent. München verzeichnet einen Zuwachs um 48,3 Prozent, Berlin um 38,8 Prozent und Hamburg um 6,4 Prozent. In Frankfurt erholte sich der Markt laut JLL nach einem schwachen Jahresstart und verzeichnet zum Halbjahr ein Plus von 2,5 Prozent. Auffällig für die sechs Hochburgen ist nach Aussage von JLL die geringe Anzahl an großvolumigen Vermietungen jenseits von 10.000 Quadratmetern.

„Für das Gesamtjahr 2011 rechnen wir in den sechs Immobilienhochburgen zusammen mit einem Umsatzergebnis leicht über dem Niveau von 2010. Die insgesamt positive Nettoabsorption von über 230.000 Quadratmetern belegt zudem, dass auch wieder Expansionen konkret ins Auge gefasst werden“, so Helge Scheunemann, Leiter Research Jones Lang LaSalle Deutschland.

Die über alle sechs Hochburgen gemittelte Leerstandsquote liegt bei 10,4 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorquartalswert. Den höchsten Leerstand weist nach wie vor Frankfurt mit einer Quote von 14,3 Prozent auf, gefolgt von Düsseldorf mit 12,0 Prozent und München mit 10,5 Prozent.

Seite 2: Volumen der Immobilienkäufe legt deutlich zu

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