Anzeige
Anzeige
8. Juni 2011, 11:09
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Preise für Pariser Luxusobjekte steigen am stärksten

In Paris sind die Preise für Luxuswohnimmobilien im letzten Jahr per Ende des ersten Quartals 2011 um 22,2 Prozent gestiegen. Ähnlich wie zuvor in London hat ein geringes Angebot bei hoher Nachfrage internationaler Investoren zu einer Preisexplosion geführt. Damit ist die französische Hauptstadt Spitzenreiter im neuen “Prime Global Cities Index” der internationalen Immobilienberatung Knight Frank.

Paris-shutt 17845456-130x150 in Preise für Pariser Luxusobjekte steigen am stärkstenDer neue Index soll Investoren und Eigennutzern vierteljährlich Daten zur Performance von Luxuswohnimmobilien in den 15 international wichtigsten Städten liefern. Während die französische Hauptstadt die Spitzenpositionen einnimmt steht  Moskau mit einem Jahresminus von acht Prozent am Ende des Rankings. “Die Schere zwischen der Performance in den international wichtigsten Städten und deren heimischen Märkten öffnet sich immer breiter,” kommentiert Liam Bailey, der das Research für Wohnimmobilien bei Knight Frank verantwortet. “Im Top-Segment beispielsweise in London oder Paris ist die Nachfrage nach Wohnimmobilien mittlerweile von internationalen Investoren genauso hoch wie von einheimischen Käufern. Daher spielen Kriterien wie globale ökonomische Faktoren und Aspekte, die Reiche betreffen – zum Beispiel Veränderungen in der Steuergesetzgebung – in diesem Marktsegment eine genauso wichtige Rolle wie nationale Daten”, so Bailey weiter.

In Singapur liegt der Anteil von Käufern aus dem Ausland laut Knight Frank derzeit bei rund 30 Prozent, in Hongkong bei etwa 20 Prozent und in New York (Manhattan) bei circa 15 Prozent. Während noch vor einem Jahr asiatische Städte mit zweistelligen Preiszuwächsen Städterankings führten, zeigt der neue Index ein differenzierteres Bild. Auf der einen Seite klettern die Preise in asiatischen Metropolen weniger stark, da laut der Immobilienberatung die Regierungsmaßnahmen zum Aufhalten der Preisexplosion allmählich greifen. So kosteten Luxusobjekte in Hongkong, Schanghai, Peking und Singapur zum Ende des ersten Quartals 2011 nur noch 11,1 Prozent mehr als im Vorjahr (Ende erstes Quartal 2010: 54,6 Prozent). Auf der anderen Seite hat das Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage europäische Standorte wie Paris, Helsinki und London in das Spitzenfeld katapultiert.

Insgesamt sind die Preise in den 15 untersuchten Städten laut Knight Frank in erster Linie aufgrund der Abkühlung in Asien per Ende des ersten Quartals 2011 nur um 6,6 Prozent gestiegen – ein Jahr zuvor waren es noch 12,7 Prozent. Mit einem Minus von 9,7 Prozent wiesen die 15 Städte im zweiten Quartal 2009 ihren Tiefpunkt auf.

Die kurzfristigen Trends zeigen sich nach Ansicht der Immobilienberater vor allem in der vierteljährlichen Veränderung. Hier lagen Sankt Petersburg mit einem Plus von 8,2 Prozent, Hongkong mit einem Plus von 6,4 Prozent und London mit einem Plus von 3,5 Prozent vorn. Zürich, Singapur, Moskau und vor allem New York mussten dagegen in den letzten drei Monaten Verluste hinnehmen. In Paris hingegen sind die Preise auf Grund der hohen Nachfrage bei eingeschränktem Angebot explodiert. Vor allem Käufer aus den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) suchen laut Knight Frank Luxusobjekte in der französischen Hauptstadt, um ihr Geld sicher in einem Markt mit guter Performance anzulegen. Wie in London sind in Paris die Luxusstandorte fest definiert und es gibt nur eingeschränkt Bauland für Projektentwicklungen. Anders in Asien: zwar existierten bereits eine Reihe von ersten Adressen in Hongkong und Singapur. Die Märkte seien indes noch nicht so stark etabliert, so dass eher neue Luxusadressen entstehen könnten, so die Immobilienberatung.

“Wir glauben, dass sich in Zukunft noch stärker eine überschaubare Anzahl international begehrter Städte herauskristallisieren wird, die miteinander im Wettbewerb stehen”, kommentiert Bailey. Diese Top-Standorte würden den Reichen als sicherer Hafen für langfristige Investments in Luxuswohnimmobilien dienen. Die Preise an diesen Top-Standorten werden nach Ansicht von Knight Frank weiter steigen. Nicht kontinuierlich, sicher gebe es auch Risiken wie die hohe Staatsverschuldung im Westen oder Immobilienblasen in Asien. Doch in den letzten beiden Jahren haben die Preise bereits die 6.000 Pfund pro Quadratfuß-Marke (557 Pfund pro Quadratmeter) überschritten. Die Immobilienberater glauben daran, dass noch in dieser Dekade die 10.000-Pfund-Marke (929 Pfund pro Quadratmeter) geknackt werden wird. “Und das wird nicht in Asien, sondern in London passieren,” prophezeit Bailey. (te)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Thomas Bischof neu im Vorstand der Württembergischen

Thomas Bischof, derzeit Leiter Konzernentwicklung bei Munich Re, übernimmt mit Wirkung zum 1. Juli die Verantwortung bei den Versicherungstochtergesellschaften der Wüstenrot & Württembergischen. Zudem ist nach Angaben des Unternehmens beabsichtigt, dass er im Laufe des Jahres 2018 zu deren Vorstandschef berufen und als Geschäftsfeldleiter Versicherungen ins Management Board der W&W-Gruppe einziehen wird.

mehr ...

Immobilien

Offener Immobilienfonds Hausinvest erwirbt Seattle-Zentrale von Facebook

Die Commerz Real hat den Büroneubau Dexter Station in Seattle im US-Bundesstaat Washington für ihren offenen Immobilienfonds Hausinvest erworben. Das Objekt ist mit einem Vertrag über zehn Jahre an Facebook vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Neuer Head of Global Sales bei Schroders

Schroders ernennt Daniel Imhof zum neuen Head of Global Sales. Mit der neu geschaffenen Position will das Haus auf die immer komplexer werdenden Kundenbedürfnisse sowie auf die steigende Nachfrage nach Fachkenntnissen eingehen.

mehr ...

Berater

Emerging Markets: Der Staub legt sich

Die Aktienmärkte der Schwellenländer haben schwierige Zeiten hinter sich. Einst gefeiert, dann geschmäht – so lassen sich die letzten zehn Jahre zusammenfassen. Nach und nach werden die guten Perspektiven aber wieder klarer. Gastkommentar von Marc Hellingrath, Union Investment

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Nachteile durch komplizierte Bauverträge

Richtet sich ein Bauvertrag nicht allein nach dem BGB sondern enthält zusätzlich Klauseln des VOB/B, wird er für Laien schnell unverständlich. Das Baufinanzierungsportal Baufi24 rät Bauherren zur Vorsicht.

mehr ...