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11. Dezember 2012, 11:56
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IMX: Angebotspreise steigen bundesweit stärker als -mieten

Erstmals seit der Erstellung des Angebotspreisindex IMX von Immobilienscout 24 sind die Wohnimmobilienpreise im November 2012 bundesweit stärker gestiegen als die Mieten. Angesichts der Steigerungsraten der letzten Monate ist davon auszugehen, dass sich die Schere weiter öffnet.

Michael-Kiefer-Immobilienscout24-quer in IMX: Angebotspreise steigen bundesweit stärker als -mieten

Michael Kiefer, Immobilienscout 24

Im vergangenen Monat hat der IMX für Mietwohnungen mit 112,3 Punkten, der IMX für Angebotspreise mit 112,4 Punkten geschlossen. Demnach sind beispielsweise in der Hauptstadt die Angebotsmieten für Wohnungen in den letzten zwölf Monaten um 8,6 Prozentpunkte gestiegen, in München im selben Zeitraum um 5,8 Prozentpunkte. Dies wird in der aktuellen Mediendebatte über Mietsteigerungen ausgiebig thematisiert.  Was dabei allerdings ignoriert wird ist die Tatsache, dass in beiden Städten die Preise seit November 2011 um rund 16 Prozent angezogen haben – eine Entwicklung, die dem aktuellen Run auf das Betongold der Ballungszentren geschuldet ist.

“Der bundesweite Preisanstieg zeigt, dass Wohneigentum nicht nur in den Metropolen immer teurer wird. Auch in vielen Mittelstädten steigen aktuell die Preise; perspektivisch weiter stärker als die Mieten. Immobilienbesitz, insbesondere in städtischen Lagen, wird somit für immer mehr Bevölkerungsgruppen unerschwinglich. Doch mehr privater Immobilienbesitz würde helfen, die Situation auf den Wohnungsmärkten zu entspannen. Denn wer im Eigentum wohnt, muss keine Mieterhöhungen mehr fürchten. Lösen lässt sich dieses Problem nur, wenn dort wo der Mangel herrscht, das Angebot erweitert wird. Wir brauchen deshalb dringend kommunale Lösungen, um dort mehr Wohnraum zu schaffen, wo er benötigt wird. In München, Hamburg und Berlin – aber auch zunehmend in Mittelstädten”, fordert Michael Kiefer, Leiter Immobilienbewertung bei Immobilienscout 24, als Konsequenz aus der Entwicklung.

IMX-Wohnungen in IMX: Angebotspreise steigen bundesweit stärker als -mieten

Die IMX-Ergebnisse im Einzelnen: Bei den Angebotspreisen Neubau-Wohnhäusern hat sich auch im November der positive Preistrend fortgesetzt. Die IMX-Macher rechnen auch in den kommenden Monaten mit weiter steigenden Preisen.

Im Häuser-Bestand sind die Angebotspreise im vergangenen Monat um 0,4 Prozentpunkte gestiegen. Hier sollte sich der positive Preis-Trend laut Immobilienscout 24 weiter fortsetzen.

Die Preise für neu gebaute Wohnungen haben im November um 0,6 Prozentpunkte angezogen. Ein weiterer leichter Preisanstieg ist wahrscheinlich. Erstmals seit der Indexerstellung sind im vergangenen Monat die Angebotspreise für Wohnungen im Bestand stärker gestiegen als die Angebotsmieten. Die Prognose von Immobilienscout 24 zufolge werden die hohe Nachfrage und das geringe Angebot für weiter steigende Preise sorgen.

Die Angebotsmieten für Wohnungen haben im November um 0,3 Prozentpunkte auf einen Wert von 112,3 Prozent zugelegt. In den kommenden Monaten ist den IMX-Machern zufolge mit einer Fortsetzung der Entwicklung zu rechnen.
IMX-Wohnhaeuser in IMX: Angebotspreise steigen bundesweit stärker als -mieten
(te)
Foto/Grafiken: Immobilienscout24

 

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