Anzeige
14. Januar 2012, 09:19
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Immobilienkäufer verschenken Fördergelder

60 Prozent der Immobilienkäufer lassen Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen der KfW-Bank bei der Baufinanzierung ebenso ungenutzt wie finanzielle Unterstützung aus Förderprogrammen der Länder. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Portals Immobilienscout 24.

Geld-2-shutterstock 1914317 in Studie: Immobilienkäufer verschenken Fördergelder

Demnach finanziert sich der Großteil der Käufer (66 Prozent) den Traum vom Eigenheim über ein Annuitätendarlehen. 28 Prozent der Befragten geben in der Immobilienscout 24-Befragung an, mit einem Bausparvertrag vorgesorgt zu haben und rund sechs Prozent nutzen ein Versicherungsdarlehen. Als verwunderlich erachten die Studienautoren, dass nur 39 Prozent der befragten Bauherren die Möglichkeit nutzen, ihre Baufinanzierung mit einer Förderung zu kombinieren.

“Damit verschenken rund 60 Prozent der Immobilienkäufer bares Geld, denn oftmals bieten die geförderten Kredite bessere Konditionen als die Bank. Darum lohnt es sich unbedingt zu prüfen, ob das Bauvorhaben für eine Förderung in Frage kommt”, appelliert Ralf Weitz, Geschäftsleiter für den Bereich Baufinanzierung bei Immobilienscout 24.

Der durchschnittliche Darlehensbedarf liegt laut der Studie bei 43 Prozent der befragten Immobilienkäufer zwischen 100.000 und 200.000 Euro. 31 Prozent kommen sogar mit weniger als 100.000 Euro aus und nur 1,6 Prozent brauchen für die Verwirklichung ihres Traumes mehr als eine halbe Million Euro.

Eine Faustregel bei der Finanzierung lautet, dass etwa 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten an Eigenkapital vorhanden sein sollten. Bei mehr als der Hälfte der befragten Bauherren (55 Prozent) liegt dieser Anteil mit unter 25.000 Euro unter der empfohlenen Summe. Weitz rät: “In der Regel finanziert die Bank bis zu 80 Prozent des Beleihungswertes der Immobilie. Je mehr Eigenkapital der Käufer mitbringt, desto günstiger die Konditionen.”

Bei der Zinsbindung haben sich fast 60 Prozent der Befragten auf zehn Jahre festgelegt. Weitz sieht das durchaus kritisch: “Bei niedrigen Zinsen wie derzeit ist es sinnvoll, sich die günstigen Konditionen über eine möglichst lange Laufzeit von 15 oder sogar 20 Jahren zu sichern. Ist das Zinsniveau hoch, eignet sich eine kurze Zinsbindung.”

Im Durchschnitt haben die Umfrageteilnehmer ihre Finanzierung zu einem Effektivzinssatz von 3,7 Prozent abgeschlossen. Die durchschnittliche monatliche Belastung der Immobilienkäufer inklusive Zinsen und Tilgung liegt bei 750 Euro.

Im Rahmen der Studie wurden 1.479 Bauherren von Immobilienscout 24 befragt. (te)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset – Kfz-Policen – Immobilieninvestments – Ruhestandsplanung

Ab dem 13. September im Handel.

Jubiläumsheft

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Zukunft der Versicherungsbranche + Unangenehme Wahrheiten: Vermittlerzahlen täuschen

Versicherungen

bAV: Nürnberger stellt Pensionsfonds neu auf

Die Nürnberger Pensionsfonds AG erweitert die Gestaltungsmöglichkeiten in der betrieblichen Altersversorgung (bAV). So kann sich beim bilanzförmigen Pensionsfonds die Kapitalanlage zukünftig automatisch an aktuelle Marktentwicklungen anpassen, um eine langfristig stabile Wertentwicklung zu erreichen. Mit Fidelity International konnte zudem ein neuer Partner im Bereich der Fondsanlage gewonnen werden.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Zinsen werden volatiler

Die Europäische Zentralbank (EZB) beschäftigt sich unter anderem mit der finanziellen Lage Italiens, während die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wieder einmal am Leitzins gedreht hat.

mehr ...

Investmentfonds

Sieben Anlagestrategien für den Spätzyklus

Die USA erleben ihre zweitlängste wirtschaftliche Expansion, die bereits zehn Jahre andauert. Und auch wenn derzeit kein Ende in Sicht ist, stellt sich die Frage, wie lange dieser noch anhalten wird. Laut Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management, spricht vieles dafür, dass sich die US-Konjunktur im Spätzyklus befindet. Er nennt sieben Strategien, mit denen Anleger ihre Portfolios defensiver Ausrichten können.

mehr ...

Berater

Fintechs: Die fairsten digitalen Finanzberater

Auf dem deutschen Markt tummeln sich bereits über 300 verschiedene sogenannte Fintechs – Tendenz laut Experten steigend. Welche davon am fairsten aufgestellt sind, hat das Analysehaus Servicevalue in Kooperation mit Focus Money untersucht.

mehr ...

Sachwertanlagen

Falschberatung: Sparkasse muss zahlen

Mangelhafte Beratung kann den Berater teuer zu stehen kommen. Das erfährt eine oberpfälzische Sparkasse gerade am eigenen Leib, wie ein aktuelles Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth zeigt.

mehr ...

Recht

Heckenschnitt: Was gilt im Streitfall?

Landesrechtliche Regelungen geben oft vor, wie hoch eine Hecke auf einer Grundstücksgrenze sein darf. Nachbarn können jedoch nicht verlangen, dass der Eigentümer seine Hecke vorsorglich im Herbst und Winter so stark herunterschneidet, dass sie im Sommer die zulässige nicht Höhe überschreitet. Dies entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH das Landgericht Freiburg.

mehr ...