Private Bausparkassen mit deutlichem Plus

Die Nachfrage nach Bausparverträgen ist derzeit hoch: Die privaten Bausparkassen konnten im Jahr 2011 ihr Neugeschäftsvolumen um rund zehn Prozent steigern. Dies nicht zuletzt, weil viele Kunden sich das aktuell günstige Zinsniveau für die Zukunft sichern wollen.

haus-chart-seitwaerts-shuttNach eigenen Angaben erzielten die privaten Bausparkassen 2011 im Neugeschäft eine Bausparsumme von 64,5 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs um 9,9 Prozent. Die Zahl der abgeschlossenen Verträge stieg um 1,2 Prozent auf über zwei Millionen. Gemessen an der Bausparsumme sei der Anteil der privaten Bausparkassen am Gesamtmarkt im Neugeschäft damit von 62,9 auf 64,4 Prozent geklettert.

„Bausparen steht für Sicherheit und Solidität“, erklärt Andreas J. Zehnder, Vorstandsvorsitzender des Verbands. „Das schätzen die Kunden seit Ausbruch der Finanzkrise noch mehr als früher.“ Dies zeige sich auch beim Spargeldeingang, der 2011 insgesamt 18,3 Milliarden Euro erreichte.

Auch die Baugeldauszahlungen legten zu und lagen mit 23,4 Milliarden Euro um 8,2 Prozent höher als 2010. Der Vertragsbestand stieg um 0,1 Prozent auf 19,1 Millionen. Die damit verbundene Bausparsumme hat nach einem Plus von 3,3 Prozent mit über 533,2 Milliarden Euro nach Angaben des Verbands einen neuen Höchststand erreicht.

Für 2012 rechnet Zehnder erneut mit einem erfreulichen Bausparjahr. „Die internationale Staatsschuldenkrise stärkt die Sehnsucht der Menschen nach verlässlichen Spar- und Finanzierungsformen“, ist er überzeugt. Ein Bausparvertrag sei das einzige Produkt, mit dem sich Kunden das heute niedrige Zinsniveau dauerhaft sichern könnten, auch wenn sie vielleicht erst in fünf oder zehn Jahren bauen wollten.

Für ein wachsendes Baufinanzierungsgeschäft 2012 sprächen auch die Baugeldzusagen der privaten Bausparkassen als Frühindikator der künftigen Baugeldauszahlungen. Hier sei bis Ende 2011 ein Plus von 7,6 Prozent auf 26,5 Milliarden Euro zu verzeichnen gewesen. „Der Eigenheimbau hat wieder an Fahrt aufgenommen“, unterstreicht Zehnder. Noch größer sei das Potenzial bei den energetischen Sanierungen. (bk)

Foto: Shutterstock

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