Institutionelle Immobilieninvestoren für 2012 positiv gestimmt

Institutionelle Immobilieninvestoren erwarten, dass sie im laufenden Geschäftsjahr mit ihren direkt gehaltenen Bestandsobjekten in Deutschland einen Total Return von 4,8 bis 5,7 Prozent erzielen können. Das zeigt eine aktuelle Befragung der IPD Investment Property Databank.

Daniel Piazolo, IPD
Daniel Piazolo, IPD

Innerhalb der Bandbreite 4,8 bis 5,7 Prozent lag die Schätzung von der Hälfte der Befragten. Die Maximalerwartung für 2012 liegt bei 6,7 Prozent, die Mindesterwartung bei einer Rendite von 3,2 Prozent. Der Total Return setzt sich laut IPD aus der Netto-Cash-Flow-Rendite, für die 2011 ein Wert von 5,3 Prozent ermittelt wurde, und der Wertänderungsrendite, die für das Berichtsjahr 2011 bei 0,2 Prozent lag, zusammen.

„Mit einer Prognose von 5,2 Prozent für 2012 nach einem Jahrzehnt mit einem durchschnittlichen annualisierten TotalReturn von nur drei Prozent zeigen die Marktteilnehmer eine gewisse Zuversicht. 2011 lag der realisierte Wert bei 5,5 Prozent und stellte damit einen klaren Ausreißer für die letzten zehn Jahre dar!, führt Dr. Daniel Piazolo, Geschäftsführer der IPD, aus.

„Die Abweichung zwischen der Prognose und dem tatsächlichen Ergebnis des DIX Deutscher Immobilien Index lag in den letzen vier Jahren bei durchschnittlich nur 0,8 Prozent-Punkten“, so Piazolo weiter. Das sei ein schönes Beispiel für die Leistung der „Schwarmintelligenz der Immobilienbranche“ und gebe eine realistische Einschätzung zum Renditepotenzial des deutschen Immobilienmarktes in diesem Jahr wieder, so der IPD-Geschäftsführer.

Für den deutschen Immobilienindex DIX 2011 wurden die Daten von 97 Bestandsportfolien institutioneller Immobilieninvestoren ausgewertet. DerenMarktwert betrug im Berichtsjahr insgesamt 50 Milliarden Davon entfielen 23,4 Milliarden Euro auf Büro-, 14,3 Milliarden Euro auf Handels- , 6,3 Milliarden Euro auf Wohn- und 2,7 Milliarden Euro auf Industrieimmobilien. Versicherungen, offene Immobilienfonds, Spezialfonds, Versorgungswerke, Immobilienaktiengesellschaften und REITs liefern die Immobiliendaten zu ihren Portfolien, die für den DIX ausgewertet werden. Die Stichprobenbefragung wurde von der IPD unter 160 Marktteilnehmern durchgeführt. (te)

Foto: IPD

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