2. Juli 2012, 15:33
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KfW-Fördermittel: Zuschuss vom Staat

Diese Bestätigung wird der KfW über die jeweilige Finanzierungsabteilung beziehungsweise über die Hausbank zugestellt – das war’s.

Im Ergebnis sinken die Immobilienfinanzierungskosten für die Investition beträchtlich. Ein Beispiel: Für eine sanierte Bestandswohnung zum Kaufpreis von 220.000 Euro ergibt sich ein effektiver Mischzins von 2,52 Prozent und eine monatliche Rate von 733,98 Euro.

Zum Vergleich: Bei einem um einen Prozentpunkt höheren Zinssatz (3,49 Prozent Sollzins) steigt die monatliche Rate um 183,33 Euro. Das bedeutet Mehrausgaben von 20.900 Euro in zehn Jahren. Der Darlehensnehmer und Käufer erhält in dem gewählten Beispiel zudem einen Tilgungszuschuss von 7,5 Prozent.

Das Programm 151 ist längst nicht die einzige Möglichkeit, die energetische Sanierung und den Erwerb von Altbauten über die KfW günstig zu finanzieren. Eine andere Variante ist das Programm 430, bei dem statt eines vergünstigten Darlehens ein direkter Zuschuss gewährt wird.

Je nach erreichtem KfW-Effizienzhaus-Standard beträgt der Zuschuss bis zu 15.000 Euro pro Wohnung, wobei je Erwerber maximal zwei Wohneinheiten berücksichtigt werden. Eine Kombination beider Programme wird von der KfW ausdrücklich ausgeschlossen. Wird eine Wohnung jedoch nicht nur unter energetischen Aspekten saniert, sondern auch altersgerecht umgebaut, kann zusätzlich auf die Mittel des KfW-Programms 159 zurückgegriffen werden. Mit den jeweiligen Darlehen kann dann zinsgünstig barrierefreier Wohnraum finanziert werden.

KfW-Fördermittel: Nachhaltigkeit zahlt sich aus

Wer sich mit Altbauten auskennt, weiß jedoch, dass sich vieles, was wünschenswert ist, nicht umsetzen lässt. Ein außenliegender Lift endet etwa häufig auf dem Halbstock, sodass Barrierefreiheit nicht erreicht werden kann. Umgekehrt ist vieles, was machbar erscheint, am Ende gar nicht wünschenswert.

Denn natürlich kann man bei einer nicht denkmalgeschützten Gründerzeitfassade auch den Stuck abschlagen, die Außenwand anschließend dick von außen dämmen und dann neuen Stuck wieder ankleben. Nur ist die ursprüngliche Fassade in der Regel deutlich schöner als das neue Imitat.

So kann es unter Umständen sinnvoll sein, sich mit einem etwas niedrigeren KfW-Standard zufrieden zu geben. Andererseits gilt: Je niedriger der Energieverbrauch einer Wohnung ist, desto größer ist der Spielraum bei der Kaltmiete.

Autor Nikolaus Ziegert ist Geschäftsführer der Ziegert-Bank- und Immobilienconsulting GmbH

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