Anzeige
Anzeige
16. November 2012, 12:02
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Sinkt die Bevölkerung, sinken die Preise

Die Bevölkerungsentwicklung beeinflusst wesentlich die Veränderung von regionalen Immobilienpreisen. Weitere Einflussfaktoren sind Wirtschaftskraft und touristische Attraktivität einer Region. Das zeigt eine Studie des Berlin Instituts für Bevölkerung und Entwicklung mit Unterstützung der Immobilienscout24-Datenbank.

Haus-index-abwaerts-shutt 24953752-127x150 in Sinkt die Bevölkerung, sinken die Preise Die Untersuchung wurde im Rahmen der Transparenzoffensive Immobilienwirtschaft durchgeführt. Wohnungsbesitzer in Regionen mit negativem Bevölkerungssaldo müssen trotz des aktuellen Immobilienbooms demnach mit deutlichen Preisrückgängen rechnen. Laut der Studie lässt sich auf Kreisebene bundesweit ein deutlicher Zusammenhang zwischen Immobilienpreis- und Bevölkerungsentwicklung feststellen. So sinken Wohnungspreise in einem Landkreis um 2,2 Prozent, wenn im selben Zeitraum die Bevölkerung um ein Prozent zurückgeht. Auch bei Hauspreisen und Mieten lässt sich ein ähnlicher Effekt empirisch belegen.

Schlechte Lagen verlieren stark an Wert

Der Preisrückgang lässt sich den Studienautoren zufolge jedoch nicht überall gleichmäßig beobachten. Schrumpft etwa in Ballungsräumen die Bevölkerung, finde oft eine starke Ausdifferenzierung der Lagen statt. So lasse sich in schlechteren Lagen der untersuchten Regionen ein überdurchschnittlicher Preisrückgang beobachten, während in den attraktiven Standorten die Preise oftmals sogar stiegen. Beispiele für eine solche Entwicklung seien die Städte Halle, Cottbus und Salzgitter.

“Der Bevölkerungsrückgang in Ballungsräumen verstärkt offenbar bereits vorhandene Ungleichheiten in den verschiedenen Stadtquartieren. Solvente Käufer und Mieter in der Region konzentrieren sich auf die attraktiven Viertel, was zu einem Anstieg der dortigen Preise und Mieten führt”, kommentiert Dr. Steffen Kröhnert, Leitender Wissenschaftler des Berlin Institutes für Bevölkerung und Entwicklung, die Ergebnisse.

Insgesamt beeinflusst die Bevölkerungsentwicklung neben Wirtschaftskraft und touristischer Attraktivität den Studienergebnissen zufolge etwa 30 Prozent der Veränderung von Immobilienpreisen. Hiermit – so die Einschätzung der Autoren – könnten künftig Preisprognosen verbessert werden: “Die demografische Entwicklung lässt sich sehr gut vorhersagen. Das wollen wir nutzen, um das künftige Niveau von Preisen und Mieten zu bestimmen. Die Ergebnisse können dazu beitragen, die richtigen politischen Weichen für die Entwicklung der Immobilienmärkte zu stellen”, sagt Marc Stilke, CEO von Immobilienscout24 und Initiator der Transparenzoffensive Immobilienwirtschaft.

Hintergrund: Die Untersuchung “Wohnen im demografischen Wandel” wurde im ersten Halbjahr 2012 vom Berlin Institut für Bevölkerung und Entwicklung durchgeführt. Dabei wurden erstmals die Entwicklungen von Miet- und Kaufpreisen bundesweit betrachtet. Die Untersuchung ist ein Projekt der Transparenzoffensive Immobilienwirtschaft (te)

Foto: Shutterstock 

 

.

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...