Anzeige
5. Juli 2012, 12:50
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Weltweite Mieten für Top-Wohnimmobilien steigen – aber langsamer

Die Mieten für Top-Wohnimmobilien in den wichtigsten Städten der Welt sind im Vorjahresvergleich per Ende März 2012 im Schnitt um 1,7 Prozent gestiegen. Im ersten Quartal 2012 haben sie indes nur um 0,4 Prozent zugelegt, so der Prime Global Rental Index von Knight Frank.

Weltweite Mieten für Top-Wohnimmobilien steigen – aber langsamerDie Eurokrise und das sinkende Vertrauen in die Wirtschaft, so die Interpretation des internationalen Immobilienberatungshauses führen zu immer weniger Firmenumzügen, was sich auch auf den Mietmarkt für hochwertige Wohnimmobilien auswirkt. Nach dem Hoch im zweiten Quartal 2008 und dem Tiefpunkt ein Jahr später konnte Knight Frank Quartal für Quartal einen mäßigen, gleichwohl stetigen Trend nach oben verzeichnen. Die geringe Performance des ersten Quartals 2012 basiere vor allem auf einer immer breiteren Schere zwischen den untersuchten Standorten. Zwischen dem Gewinner Nairobi (plus 14 Prozent) und dem Verlierer Manama (minus 20 Prozent) klafft laut dem Index im Jahresvergleich eine Lücke von 34 Prozent, wobei vor allem Städte in Nordamerika (plus 5,5 Prozent) und im asiatisch-pazifischen Raum ( plus 4,5 Prozent) Zuwächse verbuchten. In Europa fiel das Wachstum mit einem Plus von 2,2 Prozent bescheidener aus.

“2010 waren London, Honkong und New York die Märkte, die sich am schnellsten von den Folgen der Lehmann-Pleite erholten”, erläutert Kate Everett-Allen aus dem internationalen Research für Wohnimmobilien in Großbritannien bei Knight Frank. “Doch dann rückte China in den Vordergrund.” Seit dem vierten Quartal 2010 sind die Mieten für Top-Wohnimmobilien in Schanghai laut Index um 12,2 Prozent, in Kanton um 9,4 Prozent und in Peking um 7,5 Prozent gestiegen. In London legten sie seitdem nur noch um 6,3 Prozent und in New York um drei Prozent zu. “In London ist die Entwicklung der Mieten stark an die Beschäftigtenzahlen gekoppelt”, betont Everett-Allen. Die Zahl der Stellen im Finanzdienstleistungsbereich in London ist laut Morgan McKinley per März 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 57 Prozent gefallen. Im gleichen Zeitraum haben sich die Mieten demzufolge nur um 1,2 Prozent verteuert – ein Jahr zuvor waren es noch 6,3 Prozent.

Weltweite Mieten für Top-Wohnimmobilien steigen – aber langsamer

Die Situation in New York stellt sich anders dar. Per März 2012 ist die Zahl der Angestellten im privaten Sektor um 68.700 respektive 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Gleichzeitig sind die Voraussetzungen, Darlehen für Hypotheken zu erhalten, unverändert schwierig, was laut Knight Frank viele potenzielle Käufer auf den Mietmarkt treibe. “Normalerweise steigen die Mieten in New York, sobald die Wirtschaft auflebt. Der Mietmarkt reagiert wesentlich empfindlicher auf die Entwicklung der Beschäftigtenzahlen als der Investmentmarkt”, sagt Everett-Allen. Dieses Mal begannen die Mieten aber bereits zu steigen, bevor die Arbeitslosigkeit zurückging. “Ganz klar, dass sich jüngst vor allem die Darlehenssituation auf die Mieten ausgewirkt hat”, so die Immobilienspezialistin.

Knight Frank sieht für 2012 auf globaler Ebene im Durchschnitt nur geringen Spielraum für weiteres Mietwachstum im Segment der Top-Wohnimmobilien. Die zukünftigen Mieten stünden und fielen mit der wirtschaftlichen Entwicklung, und die Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum wurden nach unten korrigiert. Dennoch werde es standortspezifische Unterschiede geben, und vor allem in ausgewählten asiatischen Städten rechnet die internationale Immobilienberatung mit steigenden Mieten. Um Wohnraum für die eigene Bevölkerung erschwinglich zu halten, dürften hier Ausländer teils nur noch eingeschränkt Immobilien erwerben, was die Nachfrage auf dem Mietmarkt steigere. (te)

Foto: Shutterstock, Grafik: Knight Frank

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...