20. Juli 2012, 09:06
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

GdW fordert bezahlbaren Wohnraum in Ballungsräumen

Angesichts der immer akuteren Knappheit an günstigen Wohnungen in städtischen Regionen, fordert der Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen Axel Gedaschko dringend mehr sozialen Wohnraum ein.

GdW fordert bezahlbaren Wohnraum in Ballungsräumen Dies, so Gedaschko, gelte insbesondere in den immer beliebteren Ballungsregionen wie Hamburg, München, Berlin und Stuttgart. “Wenn sich hier – insbesondere bei der sozialen Wohnraum- und der Städtebauförderung – nicht zügig etwas bewegt, sind Probleme in Quartieren und soziale Spaltung vorprogrammiert”, warnt der GdW-Chef.

“Mit Bedauern stelle ich daher fest, dass die Frage der Zukunft der Wohnraumförderung weiterhin offen ist”, mahnt der frühere Hamburger Wirtschaftssenator Gedaschko. In einem Eckpunktepapier zur innerstaatlichen Umsetzung der neuen Vorgaben des Fiskalvertrages und des Stabilitäts- und Wachstumspakts vom 24. Juni 2012 sei dazu festgehalten worden, dass eine Entscheidung auf den September vertagt wurde. Die deutsche Wohnungswirtschaft benötige aber – angesichts der langen Vorläufe von Neubauprojekten – dringend Planungssicherheit in dieser Frage.

“Die Bundesmittel für die Wohnraumförderung müssen auch nach 2013 in mindestens gleicher Höhe von 518 Millionen Euro pro Jahr fortgesetzt werden. Andernfalls werden sozial schwächer gestellte Menschen die Leidtragenden sein – für sie wird schlicht nicht genügend bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung stehen”, warnt der GdW-Präsident. Sein Appell an die Bundesländer lautet, sich auch für eine “freiwillige Selbstverpflichtung zur Fortsetzung der investiven Zweckbindung auf Länderebene” einzusetzen.

Rund 4,5 Millionen Mieterhaushalte in Deutschland werden vom Staat finanziell unterstützt, damit sie sozial abgesichert wohnen können. Dies entspricht 21 Prozent aller Mieterhaushalte. Gleichzeitig ist die Zahl der Sozialwohnungen derzeit bundesweit stark rückläufig. Aktuelle Zahlen des GdW stützen die These: Waren es im Jahr 2002 noch rund 2,57 Millionen Wohnungen mit Preisbindung, verringerte sich die Zahl schon im Jahr 2008 um 716.924 Wohneinheiten und lag nur noch bei rund 1,85 Millionen Wohnungen. Im Jahr 2011 gab es bei den GdW-Unternehmen insgesamt nur noch 1.014.311 Wohnungen mit Mietpreis- oder Belegungsbindung – rund 39.100 Wohnungen weniger als noch in 2010.

Seite 2: Neubau vor allem im oberen Preissegment

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Denkmalobjekte – Betriebsrente – Digital Day 2019

Ab dem 24. Januar im Handel.

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Versicherungen

Was tun, wenn die Versicherung nicht zahlt?

Fliegende Dachziegel, umkippende Bäume, vollgelaufene Keller – wer vernünftig ist, der sichert sein Heim gegen solche Schäden ab. Doch was tut man, wenn die Versicherung sich weigert zu zahlen?

mehr ...

Immobilien

F+B Mietspiegelindex: Durchschnittsmieten steigen erneut

Die Mieten für Deutschlands Immobilien steigen. Die ortsüblichen Vergleichsmieten sind in 2018 um 2,2 Prozent zum Vorjahr angestiegen. Das zeigt der Mietspiegelindex der F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH aus Hamburg.

mehr ...

Investmentfonds

Kryptowährungen: Der Optimismus kehrt zurück

Seit Tagen steigen die Preise von Kryptowährungen wie Bitcoin und Ripple. Doch der Bär wird die Märkte nicht so schnell verlassen und Anleger sollten vorsichtig bleiben. Dazu rät Mati Greenspan, Senior Market Analyst bei Etoro in seinem Kommentar:

mehr ...

Berater

Deutsche Finance bündelt Haftungsdach und 34f-Vertrieb

Der Asset Manager Deutsche Finance Group führt die bestehenden Vertriebs-Tochtergesellschaften Deutsche Finance Consulting und Deutsche Finance Advisors unter der Deutsche Finance Solution als Kompetenzplattform zusammen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Negativzins-Kredite purzeln: Rekordzahl erreicht

Das Kreditportal Smava war seit 2017 der erste Anbieter Deutschlands, der einen negativen Zinssatz für Ratenkredite anbot, mittlerweile führen sie Negativzins- Kredite mit Zinssätzen mit bis zu minus fünf Prozent an. Doch jetzt weiteten sie diesen erneut um das Doppelte aus. Erstmalig in Deutschland können Kreditnehmer nun einen Jahreszinssatz von minus zehn Prozent einfordern.

mehr ...

Recht

Grundsatzurteil: Urlaub verfällt nicht automatisch

Wer seinen Urlaub nicht beantragt, muss nicht automatisch damit rechnen, dass er verfällt. Eine Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts nimmt stattdessen Arbeitgeber stärker in die Verantwortung.

mehr ...