Anzeige
24. April 2013, 12:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Büroimmobilien-Studie: A-Standorte wesentlich krisenanfälliger als B-Standorte

Büroimmobilien an A-Standorten erweisen sich im Vergleich zu solchen an B-Standorten als deutlich krisenanfälliger. Das zeigt die Studie “Büromarkt Deutschland: A- und B-Standorte im Vergleich” der Deutschen Immobilien Wirtschafts Gesellschaft (DIWG).

Dresden in Büroimmobilien-Studie: A-Standorte wesentlich krisenanfälliger als B-Standorte

Dresden

“Eines zeigt sich beim Vergleich der A- und B-Standorte sehr deutlich: auch wenn die absoluten Kennzahlen bei Flächen­umsatz und Spitzenmiete an den B-Standorten niedriger sind, so sind die Standorte deutlich weniger volatil als die Top 7-Standorte”, kommentiert Marc Seeger, Partner der DIWG.

Demnach erreichten die deutschen Top 7-Standorte beim durchschnittlichen jährlichen Flächenumsatz im Untersuchungs­zeitraum einen Wert von rund 417.000 Quadratmeter. Die Schwankungsbreite ist zwischen durchschnittlich rund 319.000 als minimalem und 535.000 Quadratmeter als maximalem Mittelwert jedoch erheblich und liegt bei rund 216.000 Quadratmeter oder rund 68 Prozent. Die Schwankungsbreite an den B-Standorten hingegen liegt bei nur 38.000 Quadratmeter bei einem durchschnittlichen jährlichen Flächenum­satz von 74.000 Quadratmeter. Damit ist die Schwankungsbreite an den B-Standorten laut DIWG-Studie prozentual zwar ähnlich, absolut gesehen aber aufgrund des niedrigeren Umsatzvolumens sehr viel geringer.

Noch deutlicher werde die Volatilität der A-Standorte den Autoren zufolge bei der Betrachtung des Leerstandsvolumens. Im Jahr 2000 lag das durchschnittliche Volumen der leerstehenden Büroflächen an den A-Standorten bei rund 330.000 Quadratmeter gegenüber rund 249.000 Quadratmeter an den B-Standorten. In den Folgejahren lag die Schwankungsbreite an den A-Standorten bei rund 881.000 Quadratmeter oder 267 Prozent des Ausgangswertes, der Leerstand hat sich um den Faktor 3,7 erhöht. Deutlich geringer dage­gen mit rund 76.000 Quadratmeter oder 42 Prozent ist die Schwankungsbreite an den B-Standorten, wo der Leerstand 2012 um rund 24 Prozent geringer ausfällt als im Jahr 2000.

Auch bei der Spitzenmiete zeigen die B-Standorte der Untersuchung zufolge tendenziell eine bessere Entwicklung. Während diese an den A-Standorten nach den Boomjahren 2001 bis 2004 um rund zehn Prozent nachgab, stieg sie an den B-Standorten sogar um rund vier Prozent an.

“In den letzten Jahrzehnten wurden immer die gleichen Standorte genannt, wenn Immobilienanlegern nachhaltige Immobilieninvestments angeboten wurden. Betrachtet man die Ergebnisse der DIWG-Studie so ist zu registrieren, dass es hier Informationsdefizite zu geben scheint. A-Städte suggerieren Anlegern Sicherheit. Die Realität ist eine andere. Die DIWG-Ergebnisse zeigen, warum dies so ist. Selbstverständlich können in allen Standorten Investitionen getätigt werden, aber den Anlegern sind die unterschiedlichen Standortrisiken im Vorfeld ihrer Investition transparenter zu machen”, so Seeger.

Hintergrund: Für die Studie wurde von der DIWG die Performance der deutschen Top 7-Standorte mit der von elf deutschen B-Standorten anhand der Kennzahlen Flächenumsatz, Leerstand, Leerstandquote und Spitzenmiete verglichen. Zusätzlich wurde das Verhältnis zwischen dem Leerstandsvo­lumen am jeweiligen Jahresende mit dem Umsatzvolumen im selben Jahr errechnet. Untersuchungszeitraum sind die Jahre 2000 bis 2012. Die untersuchten Städte sind: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart als A-Standorte sowie Bochum, Bonn, Dort­mund, Dresden, Duisburg, Essen, Hannover, Leipzig, Mann­heim, Nürnberg und Wiesbaden als B-Standorte. (te)

Foto: shutterstock.com

 

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Bayerische hat neue Fondsrente im Angebot

Die Bayerische erweitert ihr Angebot in der Altersvorsorge und startet die neue Basis-Rente Aktiv, eine Fondsrente mit variablen Anlagemöglichkeiten. Kunden können dabei zwischen drei Tarif-Angeboten wählen: Chance, Wachstum oder Sicherheit.

mehr ...

Immobilien

Wohnpreise entkoppeln sich von Einkommen

Die Immobilienpreise sind in urbanen und ländlichen Gebieten weiter gestiegen. In den Metropolen überholt das Preiswachstum inzwischen die Entwicklung der Einkommen. Der BVR stellt drei Forderungen an die Politik, um die Entwicklung zu verlangsamen.

mehr ...

Investmentfonds

Viel Rückenwind für Schwellenländer

Während die globale Konjunktur nur langsam vorankommt, lassen zahlreiche Schwellenländer die Industriestaaten hinter sich. Im Durchschnitt erwarten Karen Watkin und Morgan Harting, beide Multi-Asset Portfolio Manager bei AllianceBernstein, für die Schwellenländer 2017 ein Wachstum von 4,1 Prozent, für die Industrieländer hingegen nur knapp über zwei Prozent. Doch das ist nicht der einzige Faktor, der für Anlagen in den Emerging Markets (EM) spricht.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Prospekthaftung: BaFin gibt Entwarnung – ein wenig

Die BaFin hat gegenüber Cash. zu einem BGH-Urteil Stellung genommen, das einen von ihr geprüften Fondsprospekt mit deutlichen Worten kassiert hatte und damit auch Fragen zur Rechtssicherheit aktueller Emissionen aufwirft.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...