Anzeige
26. November 2013, 09:12
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Makler befürworten degressive Abschreibung

Union und SPD planen eine Wiedereinführung der degressiven Abschreibung für Neubauten. Nach einer Umfrage des Portals Immowelt beurteilen 71 Prozent der Immobilienmakler dies positiv.

Immowelt Umfrage

Die künftige große Koalition möchte die steuerlichen Absetzmöglichkeiten für Neubauten verbessern.

Mit einem Aspekt punktet das von Union und SPD geplante „Paket für bezahlbares Bauen und Wohnen“ bei der deutschen Immobilienbranche: der Wiedereinführung der degressiven steuerlichen Abschreibungsmöglichkeit, die beim Neubau von Mietwohnungen zum Tragen kommt.

71 Prozent der Immobilienmakler sind der Ansicht, diese Maßnahme sei ein geeignetes Mittel, um die partielle Wohnungsnot einzudämmen. Das ist das Ergebnis einer Ad-Hoc-Umfrage von Immowelt. Anderen Punkten des Pakets, wie der möglichen Einführung einer Mietpreisbremse und dem Bestellerprinzip, stehen die Immobilienprofis dagegen kritisch gegenüber.

Die Regierung hatte 2006 die degressiven Abschreibungsmöglichkeiten für den Neubau von Mietwohnungen ersatzlos gestrichen, so dass es keine steuerliche Förderung für Investoren mehr gab. SPD und Union diskutieren derzeit über eine Wiedereinführung. „Dadurch wird der Bau von Mietwohnungen gefördert und bestenfalls neuer Wohnraum geschaffen“, erklärt Immowelt-Vorstand Carsten Schlabritz. „Besonders Großstädten mit akutem Wohnungsmangel wie München oder Hamburg kann eine Einführung zu Gute kommen.“ Derzeit beträgt der lineare Abschreibungssatz für Neuinvestitionen zwei Prozent – der niedrigste Wert seit Jahrzehnten.

Ein Drittel bezweifelt den Nutzen

29 Prozent der befragten Makler zeigten sich skeptisch.
82 Prozent von ihnen befürchten, dass die steuerliche Abschreibung nicht zwangsläufig dazu führt, dass neue Mietwohnungen auch dort entstehen, wo sie dringend benötigt werden.
Mehr als die Hälfte der skeptischen Makler (56 Prozent) denkt, dass die im selben Paket verankerte Mietpreisbremse dazu führt, dass letztendlich die Mietrendite für Investoren unattraktiv wird. Auch die potenzielle kurzfristige Steuerersparnis könne dies nicht ausgleichen.
43 Prozent der Skeptiker glauben hingegen, dass nur die Städte selbst das Problem der Wohnungsnot in den Griff bekommen können, indem sie zum Beispiel selbst in den sozialen Wohnungsbau investieren.

Die Befragung der Makler fand innerhalb des Immobilien-Professional-Panel (IPP) statt, dem ausschließlich Fachleute aus der Immobilienbranche angehören. An der Befragung nahmen 461 Personen teil. (bk)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

1 Kommentar

  1. Eine flächendeckende degressive Afa ist mal wieder die ineffizienteste Art und Weise, mit Steuergeldern umzugehen! Wir haben einerseits in einigen, wenigen Regionen Wohnungsmangel und andererseits in vielen Regionen sich wegen der Demographie erhöhende Leerstände. Filigran einsetzbare Instrumente sind da erforderlich.

    Kommentar von Dr. Ursula Renner — 26. November 2013 @ 18:11

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 09/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

PKV – Nachhaltige Geldanlage – Wohnen auf Zeit – Hitliste der Maklerpools

Ab dem 16. August im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Feuerschäden: Welche Versicherung wann haftet

Durch den ungewöhnlich heißen Sommer ist es in Deutschland überall trocken. Daran haben die örtlich begrenzten Regenfälle kaum etwas geändert: Wie groß die Gefahren sind, hat der schwere Brand an der Bahnstrecke zwischen Köln und Bonn jüngst gezeigt. Doch wer haftet für etwaige Schäden, wenn es brennt. Arag-Rechtsexperte Tobias Klingelhöfer erklärt, worauf Mieter und Eigentümer achten sollten.

mehr ...

Immobilien

Sinkender Bedarf nach Flüchtlingsunterkünften drückt Baugenehmigungen

In Deutschland werden weiterhin kräftig Wohnungen gebaut. Zwar sank die Zahl der Baugenehmigungen im ersten Halbjahr 2018 zum Vorjahreszeitraum um 0,6 Prozent auf knapp 168.500. Dies ist jedoch vor allem auf einen deutlichen Rückgang beim Bau von Wohnungen in Wohnheimen zurückzuführen.

mehr ...

Investmentfonds

Ende der Technologiehausse?

Es waren vor allem die Faang-Titel, die die US-Aktienindizes in den letzten Monaten getrieben haben. Doch die Entwicklung der Technologieaktien zeigt typische Anzeichen einer Finanzblase. Ist der Aufschwung nachhaltig, oder müssen Anleger das Platzen einer Blase fürchten?

mehr ...

Berater

Mitverschulden des Kunden kann Haftung reduzieren

Liegt eine fehlerhafte Beratung oder eine sonstige Pflichtverletzung des Versicherungsvermittlers vor, wird es für ihn oftmals schwer, der eigenen Haftung zu entrinnen. Nur in Ausnahmefällen kann die Haftung noch mit dem Argument des Mitverschuldens des Versicherungsnehmers abgewendet werden. Gastbeitrag von Jens Reichow, Kanzlei Jöhnke & Reichow Rechtsanwälte

mehr ...

Sachwertanlagen

Publity kauft in Schwaben zu

Die Leipziger Publity AG hat eine vollvermietete Büroimmobilie in Sindelfingen bei Stuttgart erworben. Das Multi-Tenant-Objekt wurde im Jahr 1992 erbaut und verfügt über insgesamt knapp 6.500 Quadratmeter Mietfläche.

mehr ...

Recht

Umsatzsteuerkartell aufgeflogen – Betrug im größten Stil

Jahrelang wurde ermittelt. Nun wird ein Riesenerfolg im Kampf gegen Steuerhinterziehung vermeldet. Die Betrüger hatten es auf einen begehrten Rohstoff abgesehen. Der Schaden könnte mehrere 100 Millionen Euro betragen.

mehr ...