Studie: Immobilienverkauf erst bei weiterem Preisanstieg

Trotz Rekordpreisen auf dem Immobilienmarkt, denken die meisten Eigentümer nicht an einen Verkauf ihrer Immobilie. Das geht aus dem aktuellen Euro Grundinvest Report hervor, für den quartalsweise 1.000 Privatanleger nach ihrem Investitionsverhalten befragt werden.

Martin Greppmair, Euro Grundinvest: „Immobilieninvestment ist alternativlos.“

Fast zwei Drittel der Immobilienbesitzer (62,5 Prozent) erwägen laut Studie, die zum dritten Mal im Auftrag des Münchener Bauträgers Euro Grundinvest durchgeführt wurde, ihr keinen Verkauf ihres Eigentums. Nur für 6,2 Prozent sei dies eine Option. „Der Immobilienboom sorgt für Preise auf Rekordniveau. Allerdings sehen die Menschen keine Alternative zum Immobilieninvestment, so dass nicht verkauft wird“, sagt Martin Greppmair, Chefprojektentwickler bei Euro Grundinvest. Für eine Änderung dieses Verhaltens könnten weitere Preissteigerungen sorgen. Rund jeder fünfte Befragte (21,5 Prozent) würde dann über einen Verkauf nachdenken.

Investments in Neubauprojekte steigen

Die zurückhaltende Verkaufsbereitschaft und damit einhergehende geringe Bewegung auf dem Immobilienmarkt wirkt sich positiv auf die Bautätigkeit und die Preisentwicklung von Neubauten in Deutschland aus. „Weil auf dem Markt kaum ein Umschlag am Gebrauchtimmobilien stattfindet, investieren Käufer verstärkt in Neubauprojekte“, erklärt Greppmair. „Die Baugenehmigungen sind im ersten Halbjahr 2013 um etwa zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen.“ Besonders in Mehrfamilienhäuser werde investiert. In den ersten sechs Monaten 2013 seien 125.000 Wohnungen genehmigt worden – 10.000 mehr als im Jahr zuvor. Die gegenwärtig historisch niedrigen Zinsen und tendenziell steigenden Mieten trieben diese Entwicklung zusätzlich an. (fm)

Foto: Euro Grundinvest

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