6. November 2014, 13:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohninvestment-Index AWI: Rückläufiger Trend

Der Aengevelt-Wohninvestment-Index (AWI) ist zum zweiten Mal in Folge über alle Lagen gesunken. Das Miet- und Preiswachstum am Wohnimmobilienmarkt stößt nach Einschätzung von Aengevelt an Grenzen.

Aengevelt AWI

Die Hälfte der Befragten des Index AWI rechnet trotz Anzeichen von Stagnation künftig mit weiter steigenden Mieten.

Der quartalsweise erhobene AWI sank in der aktuellen Herbstbefragung auf 67,7 Punkte (Sommerbefragung 2014: 68,7 Punkte). Er zeige damit zwar unverändert einen Vermieter-/Eigentümermarkt mit steigendem Miet- und Kaufpreisniveau an, nähere sich aber allmählich dem Marktgleichgewicht. Dieses liegt laut Aengevelt zwischen 40 bis 60 Punkten.

Der Rückgang des AWI habe sich dabei zum zweiten Mal in Folge über alle Wohnlagen vollzogen. In guten Lagen gab er laut Aengevelt sogar bereits zum achten Mal in Folge nach und liege mit nur noch 66,2 Punkten deutlich unter dem Höchststand im Herbst 2012 (80,8 Punkte). Damit würden insbesondere in guten Wohnlagen starke Miet- und Kaufpreissteigerungen zunehmend weniger möglich.

Mietpreisgrenzen sind vielerorts erreicht

“Zum einen wird vielerorts ein natürlicher Mietpreisdeckel erreicht, zum anderen sind häufig Mietpreiserhöhungen bei den Bestandsmieten bereits erfolgt”, erklärt Markus Schmidt, Leiter Aengevelt-Research, diese Entwicklung und führt weiter aus: „Da zugleich viele Nachfrager ihre Wohnkosten durch Umzug bereits reduziert haben, werden Neuvermietungen im Bestand seltener. Entsprechend dürften diese Potentiale inzwischen weitergehend ausgeschöpft sein.“

Grundsätzlich rechne gut die Hälfte (51 Prozent) der Befragungsteilnehmer des AWI aber immer noch mit steigenden Mieten: In mittleren Lagen erwarteten dies 60 Prozent (Sommer 2014: 64 Prozent), in guten Lagen 50 Prozent (Sommer 2014: 55 Prozent) und selbst in einfachen Lagen sind es 44 Prozent (Sommer 2014: 50 Prozent). Dabei profitieren Eigentümer laut Aengevelt besonders in einfachen Lagen vom Abbau der Leerstände ohne substanzielle Verbesserung der Wohnungsqualität.

Eine Entspannung für den Wohnungsmarkt ist nach Einschätzung von Schmidt nicht in Sicht: Zwar rechneten unverändert 39 Prozent der Teilnehmer mit steigenden Investitionen in den Mietwohnungsneubau, für einfache Lagen sei die Quote allerdings mit 23 Prozent rückläufig (Sommer 2014: 29 Prozent). “Insbesondere in Wachstumsregionen sind und bleiben Wohnungen im preiswerten Segment knapp”, so Schmidt. (bk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

BKK-Dachverband verurteilt Spahns Angriffe auf die Selbstverwaltung der GKV

Der BKK Dachverband hat heute die neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. Neu gewählt als Vorsitzender wurde Ludger Hamers als Versichertenvertreter, der Andreas Strobel ablöst. Weiterhin mit an der Spitze steht auch Dietrich von Reyher als Arbeitgebervertreter. Wofür der neue Aufsichtsrat eintreten will.

mehr ...

Immobilien

Volltilger-Darlehen im Zinstief: Planungssicherheit ist gefragt

Jeder zehnte Bauherr oder Immobilienkäufer und jeder dritte Anschlussfinanzierer wählt ein Volltilger-Darlehen. Warum der Anteil gestiegen ist. 

mehr ...

Investmentfonds

UniCommerz oder CommerzING? Oder was kommt als nächstes?

Nach den gescheiterten Fusionsbestrebungen zwischen der Commerzbank und der Deutschen Bank sind neue Gerüchte über eine mögliche Fusion von Commerzbank mit UniCredit bzw. ING aufgekommen. In seinem Gastbeitrag schreibt Alex Pelteshki, CoManager des Kames Strategic Global Bond Fonds, darüber, dass die Commerzbank eine radikale Lösung braucht. Was weniger eindeutig ist, ob eine dieser beiden Kombinationen sie erfüllen kann.

mehr ...

Berater

Provisionsdeckel: “Markteintrittsbarriere für neue Vermittler”

Dass im Zuge der Überprüfung des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG) ein Provisionsdeckel von 2,5 Prozent bei Abschlussprovisionen diskutiert wird, ist aberwitzig und für die Stärkung einer qualifizierten Beratung absolut kontraproduktiv und schädlich. Gastbeitrag von Michael H. Heinz, Bundesverband deutscher Versicherungskaufleute (BVK)

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R: Vertriebshaftung wegen Anschreiben

Das Landgericht Berlin hat einen Finanzdienstleister zur Rückabwicklung der Investition eines Anlegers bei dem inzwischen insolventen Container-Anbieter P&R verurteilt. Zum Verhängnis wurde dem Vertrieb ein unbedachter Satz in einem Anschreiben.

mehr ...

Recht

Vorsicht bei vorausfahrendem Fahrschulfahrzeug

Im Straßenverkehr müssen Autofahrer den Sicherheitsabstand stets so bemessen, dass sie auch bei plötzlichem Bremsen des Vorausfahrenden halten können. Besondere Vorsicht ist angesagt, wenn ein entsprechend gekennzeichnetes Fahrschulauto vorausfährt. Hier muss man auch damit rechnen, dass es ohne erkennbaren Grund abbremst. Die Württembergische Versicherung (W&W) weist auf ein Urteil des Landgerichts Saarbrücken (13 S 104/18) hin.

mehr ...