Immobilienmärkte der Benelux-Staaten bieten Chancen

Die gewerblichen Immobilienmärkte in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg zählen nach einer aktuellen Studie der Deutschen Hypo derzeit zu den interessantesten Gewerbeimmobilienmärkten Europas.

Amsterdam: In der niederländischen Metropole und anderen Benelux-Standorten ist die Investorennachfrage aktuell hoch.

„Die konjunkturelle Erholung in den Benelux-Staaten schreitet immer weiter voran. Für 2015 liegen die BIP-Prognosen sogar über dem Durchschnitt der Eurozone. Insbesondere die Wirtschaftszentren weisen Wachstumspotenzial bei den Mieten und Kapitalwerten auf“, betont Andreas Pohl, Sprecher des Vorstands der Deutschen Hypo. „Die Benelux-Staaten bieten Investoren derzeit gute Chancen, Immobilien zu ansprechenden Einstiegspreisen zu erwerben. Die Spitzenrenditen von Büroobjekten erreichen hier höhere Werte als an anderen führenden Immobilienstandorten.“

Dies sei das Ergebnis einer detaillierten Studie der Deutschen Hypo über die Assetklassen Büro, Einzelhandel, Logistik, Hotel und Wohnen in den Benelux-Staaten.

Niederlande: Großes Investitionsvolumen

In den Niederlanden vereinen nach Angaben der Deutschen Hypo die vier führenden Immobilienhochburgen Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Utrecht 51,3 Prozent des gesamten Flächenumsatzes auf sich. Im Jahr 2013 habe der niederländische Büroimmobilienmarkt einen starken Zuwachs beim Investitionsvolumen verbucht. Dieser habe sich auch im ersten Halbjahr 2014 fortgesetzt: Mit 1,17 Milliarden Euro sei das höchste Investitionsvolumen seit Ausbruch der Finanzkrise erzielt worden.

Belgien: Hohe Investorennachfrage in Brüssel

In Belgien entfiel den Angaben zufolge auf die Hauptstadt Brüssel im ersten Halbjahr 2014 mit insgesamt 243.700 Quadratmetern rund drei Viertel des gesamten belgischen Flächenumsatzes. Das Investitionsvolumen auf dem Brüsseler Büromarkt habe im ersten Halbjahr 2014 den Wert von 958 Millionen Euro erreicht und damit nahezu den Gesamtwert des Jahres 2013. Das Niveau der Spitzenrenditen in Brüssel zeige sich im Vergleich zu anderen führenden europäischen Bürostandorten relativ hoch.

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Die Stadt Luxemburg verfügt nach Angaben der Deutschen Hypo über einen Büroflächenbestand von mehr als drei Millionen Quadratmeter. Die Flächennachfrage auf dem Bürovermietungsmarkt habe sich im zweiten Quartal 2014 mit rund 39.000 Quadratmetern auf dem Niveau des Vorjahresquartals bewegt. Das Investitionsvolumen im Büroimmobiliensektor sei im ersten Halbjahr 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund ein Drittel auf 372 Millionen Euro gewachsen. In den kommenden Monaten sei mit einer weiteren positiven Entwicklung der Büroinvestment- und -vermietungsmärkte zu rechnen.

Gute Entwicklung auch bei anderen Immobilienklassen

Für ein Investment in den Benelux-Staaten spricht nach Aussage der Deutschen Hypo auch die demographische Entwicklung. Dank natürlichem Bevölkerungswachstum und Wanderungsüberschuss würden sich die Bevölkerungsprognosen für die Benelux-Region positiv ab von denen anderer EU-Staaten abheben.

Vor diesem Hintergrund sei nach wie vor von einer dynamischen Entwicklung der jeweiligen Wohnungsmärkte auszugehen, so die Studie. Auch für die Einzelhandels-, Logistik- und Hotelmärkte in den Benelux-Staaten seien positive Impulse zu erwarten. (bk)

Foto: Shutterstock

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