17. Februar 2014, 08:00
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DB Research: Aufschwung am Immobilienmarkt setzt sich in 2014 fort

Die Haus- und Mietpreise nahmen in 2013 erneut zu. Die Nachfrage nach Wohnraum soll in 2014 hoch bleiben, politische Eingriffe könnten das Zinsniveau von Darlehen beeinflussen. Das zeigen Analyseergebnisse der Researchsparte der Deutschen Bank.

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Politische Eingriffe können laut DB Research das Zinsniveau beeinflussen.

Nach Aussage von DB Research nahmen die Hauspreise deutschlandweit in 2013 erneut zu. Die Preise für Wohnimmobilien seien um mehr als sechs Prozent gestiegen, während die Preise für Eigentumswohnungen einen Anstieg von über sieben Prozent aufgewiesen hätten. Die Kaufpreise von Einfamilienhäusern und Reihenhäusern erhöhten sich nach Angaben des Analyseunternehmens um knapp fünf Prozent.

Auch die Mietpreise seien um rund drei Prozent gestiegen. Verglichen mit 2012 (plus 4,8 Prozent) habe sich das Tempo der Erhöhungen jedoch verlangsamt. Wie in den vorherigen Jahren lagen die neuen Mieten nur leicht über den bestehenden, so DB Research. Der relativ geringe Anstieg führte zu einem Rückgang der Mietrenditen. Die Returns neuer Wohnungen seien von 4,0 Prozent auf 3,9 Prozent gefallen, die Renditen von Bestandswohnungen von 5,1 Prozent auf 4,9 Prozent.

Zahl der Baugenehmigungen höher als Fertigstellungen

Die Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen nahm in 2013 laut DB Research im zweistelligen Bereich gegenüber dem Vorjahr zu. Dies sei die fünfte Erhöhung in Folge. Im aktuellen Zyklus haben die Baugenehmigungen eine um circa 20 Prozent bessere Entwicklung aufgewiesen als die Fertigstellungen, so der Dienstleister. Grund hierfür sei unter anderem der Mangel an Facharbeitern. DB Research geht davon aus, dass die Zahl der Baugenehmigungen auch im Jahr 2013 höher als die Zahl der Fertigstellungen war. Die Lücke dürfte sich in 2014 verringern und frühestens in 2015 geschlossen sein. Ab 2016 wird die Zahl der Fertigstellungen nach Einschätzung von DB Research leicht über der Zahl der Baugenehmigungen liegen. Dadurch werde der Preisdruck abnehmen.

Nachfrage nach Wohnraum bleibt in 2014 hoch

Die Indikatoren zeigen laut dem Researchunternehmen, dass sich der Aufschwung am Immobilienmarkt bis weit in das Jahr 2014 hinein fortsetzen wird. Die Kapazitätsauslastung und die Auftragsbestände der Bauwirtschaft seien hoch. Zudem trage sowohl die voraussichtliche Abnahme der Arbeitslosenquote auf 6,6 Prozent als auch der prognostizierte Anstieg der Beschäftigungszahl von 42 Millionen im Januar 2014 auf über 42,3 Millionen im Dezember 2014 zum Aufschwung bei. Die Wohnmarktentwicklung werde auch durch Migrationsströme beeinflusst. In der ersten Jahreshälfte 2013 immigrierten laut DB Research über eine halbe Million Menschen nach Deutschland, hauptsächlich aus ost- und südeuropäischen Ländern. Demzufolge dürfte die Nettozuwanderung 2013 erneut über dem Niveau der Vorjahre gelegen haben (2012: 369.000; 2011: 279.000; 2010: 128.000).

Seite zwei: Zinsen sollen niedrig bleiben

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