Mehr Mut beim Immobilienkauf

Wohnimmobilien für Eigennutzer – oder auch als Kapitalanlage – scheinen angesichts des Zinsniveaus in Deutschland begehrter denn je. Dies ist eine verkürzte Sicht. Der Wunsch, eine Wohnung zu erwerben, war in attraktiven Regionen immer schon sehr ausgeprägt. Wichtiger als die Finanzierungssituation ist, dass die Menschen mutiger geworden sind. Und kompromissbereiter.

Gastbeitrag von Andreas Fohrenkamm, Geschäftsführer von NCC Deutschland

„Auch innerhalb eines Projekts mit mehreren Einheiten muss der Käufer fast immer Kompromisse machen.“

Ein wesentlicher Grund für den Verkaufsboom bei Wohnimmobilien in Deutschland: Die Zuversicht der Bürger ist heute größer als beispielsweise vor fünf Jahren.

Die Menschen sind sich ihrer Arbeitsplätze sicher, und gerade Schwellenhaushalte aus der Mittelschicht trauen sich heute eher zu, entsprechende Darlehen aufzunehmen.

Zudem ist nach meiner Beobachtung die Kompromissbereitschaft der Kaufinteressenten gestiegen.

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Zwischenlösungen beim Kauf

Kompromisse müssen beim Erwerb einer Eigentumswohnung oder eines Hauses immer gemacht werden: Ist die Lage zentral, fällt der Grundriss üblicherweise kleiner aus – das Weniger an Fläche zum höheren Preis pro Quadratmeter wird durch den attraktiven Standort kompensiert.

Ist die Lage dezentral, kann der Grundriss in der Regel großzügiger ausfallen.

Nur mit einem Kompromiss aus gut durchdachten, effizienten Grundrissen, die auf kleinerer Fläche gleiche Wohnqualität bieten, lässt sich auch in zentralen Lagen bezahlbarer und attraktiver Wohnraum schaffen.

Auch innerhalb eines Projekts mit mehreren Einheiten muss der Käufer fast immer Kompromisse machen.

Nehmen wir als Beispiel das Reihenmittelhaus. Viele Menschen favorisieren zunächst eher das Reihenendhaus, wenngleich das Reihenmittelhaus durchaus seine Vorteile hat (zum Beispiel bei den Heizkosten – es wird von zwei Nachbarn „mitbeheizt“).

Seite zwei: Einfluss auf Kompromissbereitschaft der Kaufinteressenten

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