Europäische Logistikimmobilien bei Investoren stark gefragt

Die Investitionen in Logistik- und Industrie-Immobilien bleiben europaweit auf einem hohen Niveau, teilt Jones Lang LaSalle mit. Der Rekordwert des Vorjahres sei bereits übertroffen worden.

Der wachsende Online-Handel heizt europaweit die Nachfrage nach Logistikimmobilien an.

Insgesamt floss nach Angaben von Jones Lang LaSalle (JLL) in den ersten neun Monaten 2014 mit 12,9 Milliarden Euro europaweit elf Prozent mehr Kapital in Logistikimmobilien als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die stärksten Zielländer seien Großbritannien mit einem Gesamtvolumen von 5,1 Milliarden Euro, Deutschland mit 2,1 Milliarden Euro und Frankreich mit 900 Millionen Euro.

Mit 3,6 Milliarden Euro von Juli bis Ende September markiere das dritte Quartal das bisher niedrigste Volumen des Jahres, was im Wesentlichen auf die geringere Anzahl an Portfolioabschlüssen zurückzuführen sei.

Trend zu Mega-Hallen

Immerhin gut zwei Milliarden Euro und damit rund ein Fünftel mehr als im Vorjahreszeitraum entfielen laut JLL in den ersten drei Quartalen 2014 auf Einzeltransaktionen in der Größenordnung über 50 Millionen Euro. Dies sei nicht zuletzt auf das steigende Interesse an Mega-Hallen mit einer Fläche von jeweils über 50.000 Quadratmeter zurückzuführen.

„Die Investoren haben sich in den vergangenen vier Jahren mit dem Logistiktypus ,Mega-Halle‘, der seit 2009 im verstärkten Maße gebaut wird, mehr und mehr auseinandergesetzt und dabei ihre anfängliche Skepsis hinsichtlich der Nachvermietbarkeit relativiert. Wir werden zukünftig weitaus mehr Transaktionen in diesem Größenbereich sehen“, so Tom Waite, Director European Capital Markets bei JLL.

Die Aussicht auf steigende Mieten für Logistikobjekte und die Erwartung einer weiteren Renditekompression könnten nach Einschätzung von JLL für ein beschleunigtes Kapitalwertwachstum in der Region mit einem Plus von vier Prozent am Ende des Jahres sorgen.

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Ob beim Transaktionsvolumen die 20-Milliarden-Euro-Marke erreicht und damit das Rekordjahr 2013 um 18 Prozent getoppt werde, hänge davon ab, inwieweit die weitere Zunahme internationalen Kapitals durch die jüngsten Ereignisse in Europa und die Konjunkturkrisen in den USA und China beeinträchtigt werden. (bk)

Foto: Shutterstock

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