Klimarettung durch Immobilienbesitzer? Ein Blick in die Sterbetafel!

Einige Punkte sind vor der simplen Entscheidung für eine Dämmung entscheidend: Die Sanierung sollte nur dann durchgeführt werden, wenn im Lebenszyklus des Gebäudes ohnehin Instandhaltungs- oder Reparaturarbeiten anstehen. Das ist der Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit.

Um diese richtig abzuschätzen, bedarf es mehr als – alle Handwerker mögen dies verzeihen – Profis fürs Dämmen. Es bedarf einer professionellen Beratung welche sämtliche Aspekte abdeckt und gerade deshalb ihr Geld wert ist. Soll heißen: was sind die einzelnen Maßnahmen, was kosten sie und was spare ich beziehungsweise was amortisiert man?

Ökonomisch betrachtet lautet in der klassischen Eigentümerrechnung deshalb die Frage: übersteigen die Kosten der Sanierung die Einsparungen? Wenn nein, gibt es kaum einen Grund diese nicht durchzuführen, Wenn ja, dann wird es mit der Argumentation schon etwas schwieriger.

Entsorgungskosten müssen mit ins Kalkül

Doch genau hier liegt der Schlüssel zur Lösung unseres Problems mit dem Weltklima: Um die Energieeinsparziele zu erreichen, geht die Bundesregierung davon aus, dass bis zum Jahr 2050 „wohnungswirtschaftliche Investitionen“ von rund 830 Milliarden Euro nötig sein werden. Eine gewaltige Zahl die als Investitionskapital hier aktiviert werden muss.

Lässt sich dies nur durch Privatinitiative bewerkstelligen? Das eigentliche Problem, neben dem schnöden Mammon ist, dass die technologische Entwicklung bis 2050 mit Sicherheit neue Standards setzt. Deshalb stehen wir gerade heute vor der Hauptfrage, dass trotz guten Willens bei etlichen der nun sanierten Wohngebäude nicht bis 2050 die Dämmung bereits wieder ersetzt werden muss, von möglichen Entsorgungskosten im Jahr 2040, dann als sogenannter Sondermüll , einmal ganz zu schweigen.

Seite drei: Mehr Glaubens- als Vernunftfrage

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