Evolution einer Asset-Klasse

Ausländische Anleger nehmen deutsche Wohnimmobilien ins Visier

Hinzu kommt auch die seit Jahresbeginn 2015 stark ansteigende Zahl an Suchanfragen ausländischer Kapitalsammelstellen zu den regionalen deutschen Wohnimmobilienmärkten. In dieser Gemengelage spürt man förmlich die Suche nach dem Alpha, also der höheren Rendite im Vergleich zur Marktverzinsung an den Heimatmärkten.

Der Hype um deutsche Wohnimmobilien ist aktuell zweifelsfrei stark vom Anlagenotstand geprägt, welcher vor allem durch das globale Zinsumfeld zum Ausdruck kommt, aber auch durch die Renditeerwartungen der Investoren. Vor diesem Hintergrund stellt die oftmals geäußerte Exit-Problematik an Regionalstandorten für Investoren aktuell kein Investitionshindernis per se dar.

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Ist die gegenwärtige Investorenstimmung also „pro Wohnen“, so darf die starke Professionalisierung der bisher eher regional aufgestellten Asset-Klasse „Wohnungsfonds“ nicht außer Acht gelassen werden. Ich sehe hier eine Evolution, die derzeit an Schwung gewinnt. Eine ordentliche Due Dilligence, der Einzug einer Benchmarkkultur, aber auch die Auseinandersetzung mit „neuen“ Wohnformen sind Ausdruck dieser Entwicklung.

Dr. Thomas Beyerle ist Managing Director und Leiter der Researchabteilung bei der Catella Property Valuation GmbH.

Foto: Christian Daitche

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