16. November 2015, 13:19
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohnimmobilien: Preisanstieg erfasst auch mittlere Lagen

Die Preise für Wohnimmobilien steigen weiter, so der aktuelle Marktbericht Deutschland des Maklerhauses von Poll Immobilien – allerdings nicht in allen Lagen. Vor allem die Lagen der zweiten Reihe verbuchen demnach deutliche Zuwächse.

Marktbericht von Poll Immobilien

Wegen des knapper werdenden Angebots in den Premiumlagen weichen die Käufer vermehrt auf die mittleren und guten Wohnlagen aus.

Eine hohe Nachfrage der Käufer hat auch im laufenden Jahr 2015 für steigende Preise gesorgt, konstatiert der Marktbericht für Wohnimmobilien in Deutschland.

Das Maklerhaus von Poll Immobilien untersuchte für die Analyse 40 Standorte von Aachen bis Wiesbaden, inklusive der sieben Top-Städte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart sowie aller Landeshauptstädte.

Demnach lassen die Attraktivität von Investitionen in wertstabile Geldanlagen, eine starke Wirtschaft und wachsende Bevölkerungszahlen die Preise für Wohnimmobilien in den deutschen Städten weiter wachsen. Hinzu komme der Trend, aufgrund momentan niedriger Zinsen zu kaufen statt zu mieten.

Preise steigen insbesondere in mittleren und guten Wohnlagen



Die kleinräumige Analyse habe ergeben, dass vor allem in mittleren und guten Wohnlagen die realistisch zu erzielenden Preise für Wohnimmobilien im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr aufgrund hoher Nachfrage stark gestiegen sind.

In Frankfurt am Main etwa sei die Preisspanne für freistehende Einfamilienhäuser in mittlerer Lage von 220.000 bis 750.000 Euro auf 250.000 bis 800.000 Euro angewachsen.

Wegen des knapper werdenden Angebots in den Premiumlagen vor allem in wachsenden, attraktiven Städten würden Käufer dort vermehrt auf die mittleren und guten Wohnlagen ausweichen, so von Poll Immobilien.

In den Premiumlagen sei in den drei teuersten Metropolen die durchschnittliche Preisobergrenze bei freistehenden Häusern unverändert hoch geblieben. In München lag sie demnach sowohl im ersten Halbjahr 2015 als auch im Vorjahr bei zehn Millionen Euro, in Hamburg und Frankfurt jeweils bei sechs Millionen Euro. Für besondere Immobilien werde auch weitaus mehr gezahlt.

München umsatzstärkster Markt

Mit gut fünf Milliarden Euro wurde 2014 in München so viel wie in keiner anderen deutschen Stadt für Ein- und Zweifamilienhäuser und Eigentumswohnungen umgesetzt, so der Marktbericht.

Auf Rang zwei folgte Berlin mit rund 4,74 Milliarden Euro. Die Anzahl der Verkäufe sei in der Hauptstadt mit rund 22.400 Fällen allerdings fast doppelt so hoch wie in München mit circa 12.000 Verkäufen gewesen.

Insgesamt seien in 2014 in allen 40 untersuchten Städten rund 131.400 Wohnimmobilien veräußert worden – 3,9 Prozent weniger als 2013. Das umgesetzte Geldvolumen sei dagegen um 4,2 Prozent auf rund 31,3 Milliarden Euro angesteigen.

Preisanstieg wird sich fortsetzen

Von Poll Immobilien sieht aufgrund der guten Rahmenbedingungen in fast allen der 40 betrachteten Städte noch Potenzial für Preissteigerungen, insbesondere in mittleren und guten Wohnlagen.

Die Gefahr einer Blasenbildung sieht das Maklerhaus nicht. “Verglichen mit den großen europäischen Metropolen sind selbst die Preise in den teuersten deutschen Städten noch als moderat zu bezeichnen”, argumentiert Daniel Ritter, geschäftsführender Gesellschafter bei von Poll Immobilien. (bk)

Foto: Shutterstock

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Studie zur IAA: Deutsche Twitter-Nutzer sind echte Autofans

Immer öfter beginnt die Suche nach einem fahrbaren Untersatz nicht im Autohaus, sondern auf Twitter. Hier tummeln sich Deutschlands Autofans, um sich über die neuesten Modelle zu informieren und auszutauschen. Zur Verdeutlichung: 62 Prozent der deutschen Twitter-Nutzer wollen stets über alle News der Autobranche auf dem Laufenden bleiben.

mehr ...

Immobilien

Neue Strategien fürs Energiesparen

32 Prozent der Heizungen in deutschen Kellern sind 20 Jahre oder älter. Sie verursachen höhere Heizkosten und stoßen mehr CO2 aus als moderne Geräte. Steigende Energiepreise sorgen seit Jahren für Frust bei Immobilienbesitzern. Doch der Staat unterstützt energetische Sanierungen mit Fördermitteln. Höchste Zeit, veraltete Anlagen zu ersetzen oder zu modernisieren.

mehr ...

Investmentfonds

NordLB: Finanzspritze verzögert sich – Umsetzung erst im 4. Quartal

Die Rettung der angeschlagenen Norddeutschen Landesbank (NordLB) mit einer vereinbarten Milliarden-Finanzspritze verzögert sich. Wie das Institut am Donnerstagabend in Hannover mitteilte, kann die bisher für das 3. Quartal geplante Umsetzung der Kapitalmaßnahmen erst im 4. Quartal dieses Jahres erfolgen.

mehr ...

Berater

Neuer Trend mit Potenzial: Design Thinking hilft Unternehmen, effizienter zu arbeiten

Die Entwicklung von neuen Ideen, Konzepten und Produkten gehört zu einem der schwersten Arbeitsprozesse. Auf Knopfdruck kreativ und innovativ zu sein, gelingt den wenigsten Menschen. Die Agile Coaches und Unternehmensberater des Darmstädter Unternehmens 4craft packen das Problem an der Wurzel: Für alle, egal ob Angestellten, Produktentwickler oder Führungskräfte, die in der Entwicklung neuer Produkte auf Granit beißen, bieten sie Workshops in Design Thinking an.

mehr ...

Sachwertanlagen

Speziell für Stiftungen und institutionelle Anleger: Vollregulierter Zweitmarktfonds mit günstigem Risikoprofil

Die Bremer Kapitalverwaltungsgesellschaft HTB Fondshaus bringt nach einer Reihe von Publikums-AIF erstmals einen Spezial-AIF für Stiftungen und institutionelle Anleger heraus. Neben sogenannten semiprofessionellen Anlegern können sich auch institutionelle Investoren ab einer Summe von 200.000 Euro am Spezial-AIF beteiligen.

mehr ...

Recht

Gesetzlicher Unfallschutz greift auch bei Probearbeit

Der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung gilt auch an Probearbeitstagen. Das geht aus einem Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) in Kassel von Dienstag hervor.

mehr ...