Moody’s: Geplatzte Übernahme von LEG durch Deutsche Wohnen belastet Rating

Die geplatzte Übernahme von LEG Immobilien durch den Konkurrenten Deutsche Wohnen hat unangenehme Folgen für die Kreditwürdigkeit der beiden Unternehmen. Die US-Ratingagentur Moody’s kündigte am Freitagabend an, die Bewertung von Deutsche Wohnen auf eine Herabstufung zu prüfen.

Die US-Ratingagentur Moody’s will die Wohnungsgesellschaft Deutsche Wohnen herabstufen.

LEG kann zudem nicht mehr damit rechnen, in absehbarer Zeit eine Ratinganhebung zu bekommen. Derzeit bewertet Moody’s Deutsche Wohnen mit „A3“ (oberer Durchschnitt) und LEG eine Stufe schlechter mit „Baa1“ (unterer Durchschnitt).

Die nun geplatzte Übernahme des deutschen Immobilienkonzerns LEG durch Deutsche Wohnen hätte das Kreditprofil des Branchenkollegen verbessert, hieß es zur Begründung. Die Prüfung, ob eine Heraufstufung der Bewertung möglich ist, sei eine Folge des Übernahmeangebotes gewesen. Denn dadurch hätte das Unternehmen die Möglichkeit gehabt, Kosten zu sparen und sich zu diversifizieren.

Aktionärsberater empfehlen Annahme des Vonovia-Angebots

Am Mittwoch hatte Deutsche Wohnen den Kauf von LEG abgeblasen, weil einflussreiche Aktionärsvertreter ihre Unterstützung zurückgezogen und stattdessen die Annahme des Angebotes vom Marktführer Vonovia empfohlen hatten. Dieser hatte nach dem Bekanntwerden der Übernahmepläne von Deutsche Wohnen ein Kaufgebot für den Konkurrenten vorgelegt. Das Mangagement von Deutsche Wohnen lehnt das Ansinnen aber bislang ab.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock.com

 

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