Anzeige
3. März 2016, 10:56
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Achtung Tilgungsfalle

Historisch niedrige Zinsen für Baukredite und der stabile Arbeitsmarkt tragen dazu bei, dass sich immer mehr Menschen den Traum vom Eigenheim erfüllen. Bei der Finanzierung sollte man jedoch darauf achten, die Tilgungsfalle zu umgehen.

Stefan-Kuehl-3590-Kopie in Achtung Tilgungsfalle

“Wohneigentum ist die Form der Altersvorsorge, die man sogar lange vor dem Ruhestand genießen kann.”

Vor allem Männer unter 45 Jahren mit einem Haushaltsnettoeinkommen von mindestens 3.000 Euro fassen den Erwerb eines Eigenheims ins Auge, wie eine forsa-Umfrage im Auftrag von Swiss Life Select ergab. Hauptgründe für den Immobilienerwerb seien danach die Möglichkeit zur freien Gestaltung des Eigenheims (82 Prozent) sowie die Vorsorge für das Alter (81 Prozent).

Als weitere Kriterien wurden der Wegfall von Mietzahlungen (69 Prozent), die Nutzung der Immobilie als Geldanlage bzw. Investition (57 Prozent) sowie die Krisensicherheit von Immobilien (54 Prozent) genannt.

Finanzielle Belastbarkeit richtig einschätzen

“Wer eine Immobilie finanzieren will, dem raten wir zunächst zu einem schonungslosen Kassensturz, um die monatliche finanzielle Belastbarkeit für die Kreditraten einschätzen zu können”, so Stefan Kuehl, Geschäftsführer von Swiss Life Select. Diese hänge vom Lebensalter und der familiären und beruflichen Situation ab. Auch die Nebenkosten für Notar, Baugenehmigungen, Grunderwerbssteuer und Modernisierung solle man im Blick behalten.

Tilgungsfalle vermeiden

Besonders aufmerksam sollte man bei der Höhe des Tilgungssatzes sein. Die bisher übliche Tilgung von einem Prozent sei heute für eine verlässliche Finanzierung nicht mehr ausreichend. Bei den aktuellen Niedrigzinsen sei die Versuchung groß, einen höheren Kredit aufzunehmen. Im Gegenzug wähle man eine vergleichsweise geringe Tilgung, um die monatlichen Gesamtkosten zu drücken.

“Die Kreditschulden sinken dann selbst nach Jahren kaum, weil niedrige Kreditzinsen die Laufzeit für die Finanzierung verlängern, der Tilgungsanteil dann entsprechend langsam steigt und die Gesamtkosten in die Höhe gehen”, so Kuehl.

Rente aus Stein

Wie die Umfrage ergab, planen jeweils zwei Drittel der befragten Personen, die Wohnimmobilie über einen Kredit (64 Prozent) oder über Eigenkapital (63 Prozent) zu finanzieren. Fast die Hälfte der Eigenheimplaner (49 Prozent) gibt an, auf einen klassischen Bausparvertrag zurückgreifen zu wollen. Vergleichsweise selten sei die Finanzierung über öffentliche Fördergelder (27 Prozent) oder mit finanzieller Unterstützung von Familie oder Freunden (19 Prozent).

Der Erwerb einer Immobilie gehöre zu den größten Investitionen, die man im Leben tätigt. “Wer mit der ‚Rente aus Stein‘ vorsorgt, baut stabile Sachwerte auf, spart Miete und hat so im Alter mehr finanzielle Spielräume”, findet Kuehl. “Was man außerdem gerne vergisst: Wohneigentum ist die Form der Altersvorsorge, die man sogar lange vor dem Ruhestand genießen kann.” (kl)

Foto: Swiss Life Select

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 8/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Durchstarter Indien – Führungskräfte absichern – Bausparen – US-Immobilien


Ab dem 20. Juli im Handel.

Cash. 7/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

US-Aktien – Unfallpolicen – Altersvorsorge – Ferienimmobilien

+ Heft im Heft: Cash.Special Vermögensverwaltende Fonds

Versicherungen

Renteneintrittsalter leicht gestiegen

Arbeitnehmer in Deutschland sind nach einem Medienbericht 2016 etwas später in Rente gegangen als im Vorjahr. Das durchschnittliche Renteneintrittsalter sei von 64 auf 64,1 Jahre gestiegen, schreibt die “Rheinische Post” (Samstag) unter Berufung auf Daten der Deutschen Rentenversicherung.

mehr ...

Immobilien

Anlage-Immobilien: Tipps zur Standortwahl

Der Immobilienboom in Deutschland ist intakt. Anlage-Immobilien sind weiterhin enorm nachgefragt. Allerdings ist die Standortwahl mehr denn je ein wichtiger Kauffaktor, weiß Björn Peickert, DI Deutschland.Immobilien AG.

mehr ...

Investmentfonds

Urlaub von der Geldanlage?

Während die Menschen jetzt in Urlaub fahren und Erholung suchen kennt die Börse keine Pause. Wer verwaltet also die Depots der Kunden, wenn der Berater im Urlaub ist? Ein Gastbeitrag von Michael Jensen, Moventum

mehr ...
21.07.2017

Trendwende bei Gold

Berater

Liebe Verbraucherschützer, ist das Ihr Ernst?

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert einmal mehr ein Provisionsverbot im Finanzvertrieb. Doch die Argumente werden immer abenteuerlicher. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Sachwertanlagen

Fondsbeteiligung: Was geschieht bei Tod des Anlegers?

Das durchschnittliche Alter von Fondsinvestoren ist vergleichsweise hoch. Daher sind Erbfälle mit Anteilen an geschlossenen Fonds keine Seltenheit. Was geschieht jedoch mit einer Fondsbeteiligung im Todesfalle eines Anlegers?

mehr ...

Recht

Laufende Bestandsprüfungen keine Maklerpflicht

Makler sind nicht dazu verpflichtet turnusmäßige Gespräche mit ihren Kunden zu führen oder bei der Übernahme laufender Verträge in die Betreuung eine Risikoanalyse durchzuführen. Dies gilt jedenfalls, wenn kein konkreter Anlass vorliegt, so das OLG Frankfurt. Gastbeitrag von Jürgen Evers, Kanzlei Blanke Meier Evers Rechtsanwälte

mehr ...