31. Mai 2016, 14:14
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Mieten in Berlin steigen um bis zu 17 Prozent

Berlin hat als erstes Bundesland am 1. Juni 2015 die Mietpreisbremse eingeführt. Rund ein Jahr später liegen die Mieten nach einer Analyse von Immowelt trotzdem sechs Prozent über den Werten vor der Einführung.

Berlin-750-shutt 113558032 in Mieten in Berlin steigen um bis zu 17 Prozent

Teuerster Stadtteil in Berlin ist Mitte mit einer durchschnittlichen Kaltmiete von 13 Euro pro Quadratmeter.

Die Wohnungsmieten in Berlin haben innerhalb von zwölf Monaten weiter zugelegt. Die durchschnittliche Kaltmiete in der Hauptstadt liegt nach einer Auswertung von Immowelt mittlerweile bei 9,50 Euro pro Quadratmeter (Median).

Untersucht wurden die Angebotspreise von 20.000 Objekten, die jeweils zwischen Januar und Mai 2015 und im gleichen Zeitraum 2016 auf Immowelt eingestellt waren. Zum Vergleich: Zwischen Januar 2015 und Januar 2016 ist die Inflation bundesweit um etwa 0,5 Prozent gestiegen.

“Ob die Mieten in Berlin ohne das neue Gesetz noch stärker angestiegen wären, ist nicht zu belegen. Fest steht aber: Wohnen in Berlin wird noch teurer und günstiger Wohnraum ist knapp”, erklärt Immowelt-CEO Carsten Schlabritz.

Mieten in Friedrichshain und Hellersdorf um 17 Prozent gestiegen

Besonders in den Berliner Stadtteilen Friedrichshain und Hellersdorf gingen demnach die Preise in die Höhe (jeweils plus 17 Prozent). In Hellersdorf liegen die Mieten aktuell bei 7,60 Euro pro Quadratmeter und seien damit im Vergleich zu anderen Stadtteilen noch immer günstig.

Friedrichshain hingegen erreiche mit 12,50 Euro das gleiche Preisniveau wie Prenzlauer Berg. Dort sind die Mieten um 15 Prozent gestiegen. Auch in Weißensee (plus 13 Prozent), Treptow (plus zwölf Prozent) und Charlottenburg (plus zehn Prozent) lag der Anstieg im zweistelligen Bereich.

Nur in einem Stadtteil sind die Mieten laut Immowelt tatsächlich gesunken. In Hohenschönhausen lag die Miete 2015 im Median bei 7,90 Euro pro Quadratmeter, aktuell bei 7,70 Euro und somit drei Prozent niedriger. In Schöneberg blieben die Mieten stabil bei 10,10 Euro.

Teuerster Stadtteil: 13 Euro in Berlin-Mitte

Teuerster Stadtteil ist Berlin-Mitte mit 13 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Mieten im Zentrum Berlins um acht Prozent. Günstigster Stadtteil ist Marzahn mit 7,30 Euro. Doch auch dort kletterten die Preise trotz Mietpreisbremse um sechs Prozent.

Seit dem 1. Juni 2015 können die Länder für Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt die Mietpreisbremse verhängen. Bei Wiedervermietung von Bestandsimmobilien darf die Miete höchstens auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete zuzüglich zehn Prozent angehoben werden.

Allerdings gibt es Ausnahmen: Neubauten sowie umfassend sanierte Wohnungen sind vom Gesetz nicht betroffen. Außerdem gilt der Bestandsschutz: Kein Vermieter muss die Miete senken – auch nicht, wenn er die Wohnung neu vermietet.

Berechnungsgrundlage

Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise (Nettokaltmieten bei Neuvermietung) waren 20.000 auf Immowelt inserierte Angebote. Enthalten sind Neu- und Bestandsbauten, sanierte und nicht sanierte Objekte.

Die Preise geben jeweils den Median der zwischen Januar und Mai 2015 sowie Januar und 15. Mai 2016 angebotenen Mietwohnungen und -häuser wieder. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise. (bk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Riester-Rentenversicherungen: Doppelte Kosten wegen Kinderzulage

Verbraucher mit Riester-Rentenversicherungen, die zulagenbedingt ihre Beiträge senken oder wieder erhöhen, zahlen doppelt: Laut einer Umfrage des Marktwächter-Teams der Verbraucherzentrale Hamburg geben 15 von 34 Versicherern an, bei zulagenbedingten Beitragsänderungen erneut Abschluss- und Vertriebskosten zu erheben – entweder auf Zulagen und/oder auf Beitragswiedererhöhungen.

mehr ...

Immobilien

Strenge Regulierung des Mietmarkts kann zulasten der MieterInnen gehen

Dank eines neuen, historischen Datensatzes analysiert eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) den Zusammenhang zwischen der Regulierung des Mietmarkts und der Eigenheimquote in 27 Ländern der OECD über einen Zeitraum von 100 Jahren.

mehr ...

Investmentfonds

Wir gehen auf die Straße!

Am 20. September findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Seit 1995 tritt ÖKOWORLD für den Klimaschutz und für die Ökologisierung der Wirtschaft ein.

mehr ...

Berater

Allianz Global Wealth Report: Es gibt keine Gewinner

Der zehnte „Global Wealth Reports“ der Allianz zeigt, dass 2018 erstmals die Geldvermögen in Industrie- und Schwellenländern gleichzeitig zurückgegangen sind. Selbst 2008, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, war dies nicht der Fall. Ein Kommentar von Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz.

mehr ...

Sachwertanlagen

PATRIZIA erwirbt Wohnanlage in Aarhus, Dänemark

Die PATRIZIA AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilieninvestments, hat zusammen mit Universal-Investment im Auftrag der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) ein Wohnbauprojekt mit 136 Einheiten im dänischen Aarhus erworben. Der Ankauf erfolgte im Rahmen einer off-market Transaktion. Verkäufer ist ein Konsortium privater Investoren.
mehr ...

Recht

Sicherheit auf der Baustelle: Das Schild „Eltern haften für ihre Kinder“ reicht nicht aus

Wer baut, haftet für mögliche Personen- oder Sachschäden auf der Baustelle. Bauherren und Grundstückseigentümer tragen eine Mitverantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie für die Absicherung der Baustelle. Darauf verweisen die Experten des Bauherren-Schutzbunds.

mehr ...