Anzeige
20. Juli 2016, 10:24
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Timbercreek: GB-Immobilienaktien im Vergleich nicht attraktiv

Timbercreek Asset Management, ein weltweit anlegender alternativer Investmentmanager, schätzt den Markt für Immobilienaktien in Großbritannien in Folge der Brexit-Entscheidung und der unveränderten Leitzinsen als bisher noch wenig attraktiv ein.

Timbercreek - Claudia Reich Floyd-Kopie in Timbercreek: GB-Immobilienaktien im Vergleich nicht attraktiv

Claudia Reich Floyd, Timbercreek: “Die Nachfrage nach Flächen in Großbritannien lässt einen Rückgang erwarten.”

In Großbritannien sind aktuell Aktien von Immobilienunternehmen in einem Eigenkapitalwert von 60 Milliarden Euro an der Börse notiert. “Die Nettomietrendite in London beträgt für erstklassige Büroimmobilien auf dem britischen Aktienmarkt in Folge der Preiskorrektur nach dem Brexit-Votum circa vier Prozent. Damit liegt die Rendite 300 Basispunkte über dem risikofreien Zins für eine zehnjährige Staatsanleihe des Vereinigten Königreichs”, rechnet Claudia Reich Floyd vor, Portfoliomanagerin/Research für globale Wertpapiere in Immobilien bei Timbercreek. “In Deutschland befindet sich die implizierte Anfangsrendite im Vergleich dazu aber um 450 Basispunkte über dem risikofreien Zins.”

Niedrige Renditen, geringes Wachstum

Außer von einer niedrigeren Rendite müsse in Großbritannien auch von einem niedrigeren Wachstum bei den Mieten von Büroflächen ausgegangen werden. Dies beeinträchtige die Bereitschaft potenzieller Käufer, eine niedrigere Anfangsrendite zu akzeptieren, so Reich Floyd: “Die Nachfrage nach Flächen lässt einen Rückgang erwarten.” Das Angebot an neuen Büroflächen wird in London dagegen in den nächsten Jahren um 6,5 Prozent steigen. Neubauaktivitäten für Büroflächen stiegen allein in den vergangenen sechs Monaten um 28 Prozent.

“Nur verhaltene Chancen”

“Auf Basis dieser Fundamentaldaten und der relativen Rendite in Kontinentaleuropa sehen wir in Großbritannien nur verhaltene Chancen im Immobilienaktienmarkt”, resümiert die Portfoliomanagerin. Im direkten Markt, also beim direkten Handel mit Immobilien, konnte man bisher zwar noch keine Anzeichen für eine Veränderung der Transaktionspreise erkennen. Allerdings sei der Markt für börsennotierte Immobilienunternehmen historisch immer Vorläufer für zukünftige Preisentwicklungen gewesen.

Sollten die britischen Renditen Spreads ausweisen, die vergleichbar mit denen auf dem Kontinent sind, dann sehe Timbercreek den optimalen Einstiegszeitpunkt. “Doch weder das aktuelle Wirtschaftswachstum in Großbritannien noch der unverändert gebliebene Leitzins lassen darauf schließen”, sagt Reich Floyd abschließend. (fm)

Foto: Timbercreek Asset Management

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Axa strukturiert Vorstand um – Dahmen geht

Die Axa gibt ihrem Konzern in Deutschland zum 1. Januar eine neue Struktur. Dazu wird der Versicherer die Vorstandsressorts bündeln, um damit gezielt für weiteres Kundenwachstum aufgestellt zu sein.

mehr ...

Immobilien

Gebrauchtimmobilie: Gekauft wie gesehen?

Beim Kauf einer gebrauchten Immobilie sollte nicht gleich der erste Eindruck entscheiden. Wer genauer hinschaut, kann teure Überraschungen vermeiden. Ist der Vertrag erst unterschrieben, wird es schwierig, Baumängel geltend zu machen.

mehr ...

Investmentfonds

Der Weg zur Planwirtschaft

Die expansive Geldpolitik lähmt Innovationen und lässt Blasen entstehen, die platzen werden. Die größte Gefahr ist, dass gescheiterte Unternehmen verstaatlicht werden. Davor warnte gestern auf dem Faros Institutional Investors Forum Professor Gunther Schnabl. Gibt es einen Ausweg aus diesem Szenario?

mehr ...

Berater

EZB-Präsident und Deutsche-Bank-Chef fordern Kapitalmarktunion

EZB-Präsident Mario Draghi und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing haben einmal mehr einheitliche Regeln für Banken und die Kapitalmärkte in Europa gefordert. Das sei die einzige Antwort auf die Bedrohungen denen sich die Währungsunion ausgesetzt sehe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Noch immer Prozesse rund um die Göttinger Gruppe anhängig

Die Pleite der Securenta/Göttinger Gruppe im Jahr 2007 beschäftigt noch immer die Gerichte. Das belegt ein aktueller Beschluss des BGH: Er hatte in Zusammenhang mit einer überlangen Verfahrensdauer eines der Prozesse zu entscheiden. 

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...