Großstädte: Bevölkerungszahlen wachsen weiter – Wohnungsmangel bleibt

Die Einwohnerzahlen in den deutschen Großstädten legen weiter zu, so das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Mittlerweile lebten fast fünf Prozent mehr Menschen dort als noch im Jahr 2010. Dies habe Konsequenzen für die Wohnungspolitik.

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Der hohe Nachfragedruck lastet nicht mehr nur auf den attraktiven citynahen Stadtteilen, sondern trifft auch mittlere und einfache Lagen.

Die Großstädte in Deutschland wachsen – und mit ihnen die Probleme vieler Menschen bei der Suche nach bezahlbarem Wohnraum. In den 78 größten Städten lebten 2015 insgesamt gut 1,2 Millionen Einwohner mehr – ein Plus von 4,9 Prozent – als noch im Jahr 2010.

Dabei fiel die Zunahme besonders deutlich aus bei den Top Sieben der Metropolen, mit zusammen mehr als 600.000 neuen Einwohnern. Das teilte das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) mit. Genügend bezahlbaren Wohnraum bereitzustellen, werde viele Jahre lang zentrale Aufgabe bleiben.

Auch mittlere Lagen und Randlagen betroffen

Der hohe Nachfragedruck laste längst nicht mehr nur auf den attraktiven citynahen Stadtteilen, sondern treffe auch Bezirke, in denen oft weniger zahlungskräftige Bevölkerungsgruppen lebten.

„Diese Gruppen geraten besonders in Bedrängnis, obwohl gerade sie auf kurze Wege und gute ÖPNV-Erreichbarkeiten angewiesen sind“, sagte BBSR-Expertin Brigitte Adam. In den 1990er Jahren hatte es noch Bevölkerungsrückgänge gegeben, erst seit der Jahrtausendwende stehen die Zeichen auf Wachstum. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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