20. Juni 2017, 14:26
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienwirtschaft: Mietpreisbremse nutzt in erster Linie Gutverdienern

Die Mietpreisbremse nutzt nach Einschätzung der Immobilienwirtschaft vor allem Besserverdienenden, die sich wegen ihres Jobs oder aus Lifestyle-Gründen kein Eigentum zulegen. Viele Vermieter halten sich zudem nicht an die Regelung.

Hand-schluessel-750-shutt 106130159 in Immobilienwirtschaft: Mietpreisbremse nutzt in erster Linie Gutverdienern

Trotz Einführung der Mietpreisbremse befinden sich die Mieten in den Ballungsräumen im Aufwärtstrend.

Die wenigen Profiteure der vor zwei Jahren eingeführten Mietpreisbremse seien vor allem in der Gruppe “Doppelverdiener ohne Kinder” zu finden, sagte der Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA), Andreas Mattner, am Dienstag in Berlin.

In den seltenen Fällen, in denen begehrte Wohnungen aufgrund der Mietpreisbremse günstig angeboten würden, könnten die Vermieter nun unter noch mehr Interessenten auswählen. Den Zuschlag erhielten dann meist Bewerber mit hohen, sicheren Einkommen.

Die Mietpreisbremse gilt in Ballungsgebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt – ausgenommen sind Neubauten und frisch sanierte Immobilien. Durch eine Preisbegrenzung bei der Wiedervermietung soll verhindert werden, dass immer mehr Normalverdiener aus beliebten Quartieren verdrängt werden.

Viele Vermieter ignorieren die Mietpreisbremse – Verschärfungen gefordert

Untersuchungen haben allerdings gezeigt, dass sich viele Vermieter nicht daran halten. Grüne, Linke und SPD treten deshalb für eine Verschärfung der Bestimmung ein. Die SPD will dem Vermieter auferlegen, die Vormiete offenzulegen.

Die CDU hält laut einer Befragung durch das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) am Status quo fest. Die Linke will, dass eine Umgehung der Mietpreisbremse als Betrug geahndet wird. CDU und SPD wollen Familien mit Kindern einen Zuschuss für den Immobilienkauf gewähren. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Denkmalobjekte – Betriebsrente – Digital Day 2019

Ab dem 24. Januar im Handel.

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Versicherungen

Kfz-Versicherung: Die fairsten Anbieter aus Kundensicht

Für kaum etwas zahlen die Deutschen regelmäßig mehr Geld als für das Autofahren – und ohne guten Versicherungsschutz wird es umso teurer. Doch welche Kfz-Versicherer behandeln ihre Kunden am fairsten?

mehr ...

Immobilien

Kein Frühlingserwachen bei den Wohnimmobilienpreisen

Bereits den dritten Monat in Folge haben sich die Preise für private Wohnimmobilien im bundesdeutschen Durchschnitt laut der aktuellen Auswertung des Europace-Hauspreis-Index EPX für Februar 2019 praktisch nicht verändert. Ist das der Anfang vom Ende steigender Immobilienpreise oder nur eine vergleichsweise lange “Winterstarre”?

mehr ...

Investmentfonds

Kaufen auf Pump legt deutlich zu

Möbel, Küchen, Unterhaltungselektronik – die Verbraucher wollen Produkte aus diesen Segmenten künftig eher in Raten bezahlen als bisher.

mehr ...

Berater

Schwere Zeiten für Social Media?

Für die einen ist es eine wichtige Quelle, um mit Kunden und Fans in Kontakt zu bleiben, für die anderen ist es eher ein kaum zu beherrschendes Medium – Social Media. Neueste Zahlen zeigen eine Veränderung, die so kaum jemand erwartet hätte.

mehr ...

Sachwertanlagen

INP bringt weiteren Pflegeheim- und Kita-Fonds

Die INP-Gruppe aus Hamburg, hat mit dem Vertrieb eines neuen alternativen Investmentfonds (AIF) für Privatanleger begonnen. Fondsobjekte sind Immobilien für alt und jung.

mehr ...

Recht

“Kommt der Brexit, sollte Deutschland aus dem Euro austreten”

Der Brexit ist bedauerlich – aber nicht für die Briten. In einigen Jahren werden sie froh über den EU-Austritt sein. Doch in der aktuellen Diskussion werden ganz andere Probleme übersehen. Denn gerade für deutsche Sparer sind die Auswirkungen verheerend, meint Dr. Holger Schmitz, Schmitz & Partner AG.

mehr ...