23. November 2018, 10:47
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienblase: “Mit sinkenden Preisen ist nicht zu rechnen”

Die Preise auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt steigen stetig weiter an. Da wird selbstverständlich auch die Frage laut, ob möglicherweise eine Immobilienblase droht. Was dafür und dagegen spricht, erklärt Wohnungsunternehmer Nedeljko Prodanovic.

Immobilienblase: Mit sinkenden Preisen ist nicht zu rechnen

Gerade in den Ballungszentren ist die Nachfrage nach Wohnraum weiterhin enorm.

In jüngster Zeit hat die Diskussion wieder deutlich an Fahrt aufgenommen, was möglicherweise daran liegt, dass die unter anderem durch eine Immobilienblase ausgelöste Finanzkrise kürzlich zehnjähriges Jubiläum feierte.

Dadurch schob sich das Thema wieder ins Gedächtnis der Öffentlichkeit – doch es gibt durchaus auch einige fundamentale Faktoren, die eine nähere Betrachtung wert sind.

Obwohl zahlreiche Experten schon länger mit einer abnehmenden Dynamik der Kaufpreisentwicklung rechnen, steigen die Preise für Wohnimmobilien ungebrochen rasant an.

Nach wie vor zu wenig Angebot

Dem Empirica-Immobilienpreisindex zufolge haben sich die Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen in den sieben größten Metropolen gegenüber dem Vorjahr um 11,9 Prozent erhöht.

“Das liegt in erster Linie am anhaltenden Angebotsengpass”, sagt Nedeljko Prodanovic, Geschäftsführer der Stonehedge GmbH. Gerade in Ballungszentren sei der Zuzug ungebrochen stark.

Gleichzeitig werden insbesondere in den Metropolen noch immer zu wenige Wohnungen gebaut. Da seien Preisanstiege die natürliche Folge.

Seite zwei: Sinkende Renditen ärgern Investoren

Weiter lesen: 1 2 3 4

1 Kommentar

  1. In diesem Artikel sind viele Kriterien genannt, warum der deutsche Wohnungsmarkt in einer Preisblase ist. Diese ist gekennzeichnet von jahrelangen starken Preissteigerungen, lauter guten Gründen, warum diese Preissteigerungen “gerechtfertigt” sind und dem Ausblick, dass zwar die Steigerungen nach vorne hinten kleiner werden, aber es keine Gründe für einen Preisrückgang gäbe.

    Genauso war es bei der Internet- und Technologieblase Ende der 90er Jahre, der Preisblase bei US-Wohnungen Ende des vergangenen Jahrzehnts und der Blase bei den Kryptowährungen, deren Platzen man zur Zeit beobachten kann.

    Wahrscheinlich werden es andere Faktoren als die genannten sein, die zum Platzen der Blase führen, denn die Marktteilnehmer müssen zunächst “überrascht” sein.

    Auch deutsche Wohnungen werden die Schwerkraft der Finanzmärkte nicht aushebeln können. Was hoch fliegt kommt krachend zurück.

    Bleibt nur die Frage: Wann ist es soweit? Nach meinem Dafürhalten sollte man hier nicht in Jahren rechnen. In den kommenden Quartalen (drei, vier ?) könnte es losgehen. Der Grund hierfür: Das Mietpreisniveau ist ausgereizt. Da geht nichts mehr.

    Ach ja, und wer noch einen historischen Vergleich will, der sollte sich mal die Stimmung im Wohnungsmarkt Japans aus dem Jahre 1989 ansehen.

    Kommentar von Volker Arndt — 23. November 2018 @ 15:51

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Entscheidung über Provisionsdeckel erneut verschoben

Auch an diesem Mittwoch hat die Bundesregierung nicht über den Provisionsdeckel in der Lebensversicherung entschieden.

mehr ...

Immobilien

EU-Kriterienkatalog: Green Finance für Immobilien

Der Kampf um die Pariser Klimaziele geht in eine neue Runde. Lange wurde er erwartet, jetzt ist er endlich da – der Kriterienkatalog der EU, der  Investoren und Finanzierern Aufschluss über die Nachhaltigkeit von Investments geben soll.

mehr ...

Investmentfonds

Facebooks Libra macht Kryptowährungen massentauglich – auch ohne Banken

Mehr als 2,4 Milliarden potenzielle Nutzer für Facebooks Kryptowährung Libra: Gelingt es Facebook nach der Revolutionierung der privaten und öffentlichen Kommunikation nun auch, das globale Geldsystem zu revolutionieren?

mehr ...

Berater

So erreichen Sie jeden Kunden

Wo informieren sich Konsumenten über Produkte und Dienstleistungen? Für 59 Prozent der volljährigen Verbraucher in Deutschland sind Onlinemedien im Web 1.0 die meistgenutzte Quelle für solche Produktinfos, für 22 Prozent hingegen traditionelle Medien wie Zeitungen und Fernsehen. Welcher Kanal und welcher Stil im Einzelfall die richtige Wahl für eine erfolgreiche Kundenansprache ist, hängt von der jeweiligen Zielgruppe ab.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Top 5 der Woche: Sachwertanlagen

Was waren die interessantesten Sachwert-Themen und Meldungen der Woche? Welche Beiträge wurden von den Cash.Online-Lesern besonders häufig geklickt? Unser Wochen-Ranking zeigt das Wichtigste auf einen Blick.

mehr ...

Recht

Trennung nach Schenkung: Geld zurück, bitte!

Geldgeschenke der Eltern eines Partners müssen zurückgezahlt werden, wenn sich das Paar kurze Zeit nach der Schenkung trennt. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Urteil vom 18. Juni 2019 – X ZR 107/16).

mehr ...