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30. Juli 2018, 13:11
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Preisspirale in Frankfurt dreht sich weiter – auch ohne Brexit-Zuzug

Studien rechnen damit, dass durch den Brexit insgesamt 8.000 bis 10.000 Bankenjobs von der Finanzmetropole London an den Main verlagert werden. Schon ohne Brexit ist die Bevölkerung von 2011 bis 2016 um 9,4 Prozent gewachsen, der Wohnungsbestand jedoch nur um 3,9 Prozent. Ist wirklich mit Preisen oder zumindest Preisanstiegen wie in London zu rechnen? Eine Bestandsaufnahme und Marktpreisanalyse des Immobiliendienstleisters McMakler

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Der Brexit dürfte den Druck auf die Immobilienpreise in Frankfurt noch verstärken.

In Frankfurt am Main sind die Preise für Häuser und Wohnungen im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 durchschnittlich um 6,5 Prozent auf 4.667 Euro je Quadratmeter gestiegen. Besonders eindrucksvoll zeigt sich jedoch die Verschärfung mit einem Blick auf die einzelnen Ortsbezirke der Main-Metropole. Die Innenstadt II, mit den Stadtteilen Bockenheim, Westend- Süd, Westend-Nord, ist mit durchschnittlich 6.843 Euro je Quadratmeter der teuerste Bezirk der Stadt. Gefolgt von der Innenstadt III, mit Nordend-West und Nordend-Ost, sowie Bornheim/Ostend, wo Käufer derzeit 6.206  und 5.820 Euro je Quadratmeter für Wohneigentum zahlen. Das ist ein Preisanstieg in der Innenstadt II um 11,8 Prozent, in Bornheim/Ostend sogar um 12,8 Prozent.

Hohes Preisniveau der Innenstadt schwappt auf Nachbarbezirke über

“Wer in Frankfurt am Main in der Innenstadt II Wohneigentum erwerben möchte, muss tief in die Tasche greifen. Aktuell sind die durchschnittlichen Quadratmeterpreise dort doppelt so teuer wie im Bezirk West, wo Käufer durchschnittlich 3.367 Euro pro Quadratmeter zahlen. Wir beobachten aber auch, dass das hohe Preisniveau der Innenstadt auf Nachbarbezirke mit bis dato günstigen Immobilienpreisen überschwappt. Vor allem das Schlusslicht im Ranking, der Ortsbezirk West, verzeichnet mit über zehn Prozent einen hohen Preisanstieg”, sagt Lukas Pieczonka, Geschäftsführer von McMakler.

Aber auch Nord-West mit 8,5 Prozent, Kalbach/Riedlberg mit 7,5 Prozent, Mitte-West mit 7,2 Prozent und Ost mit 6,4 Prozent Steigerung rücken vermehrt in den Fokus der Kaufinteressenten und lassen die Preise in die Höhe schnellen – wohlgemerkt ohne wesentliche Brexit-Effekte.

Auffällig ist, dass die Immobilienpreise in Süd, Innenstadt III und Mitte-Nord im ersten Halbjahr 2018 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 mit unter einem Prozent Steigerung nahezu stagnieren. Allerdings rangieren diese Bezirke, aufgrund der ohnehin schon hohen Quadratmeterpreise zwischen 4.566 und 6.206 Euro, weiterhin im oberen Preissegment.

Seite zwei: Erste Brexit-Euphorie am Markt verflogen

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